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Verfahrensverzeichnis
1. Name der verantwortlichen Stelle
Bildungsinstitut Münster e.V.
Telefon: 0251 8995 - 0
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Internet: www.bildungsinstitut.de

Grundsätzlich beachten wir bei der Erfassung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten den Grundsatz der Datenvermeidung und Datensparsamkeit gem. § 3a BDSG, d.h. wir erheben nur die personenbezogenen Daten, die zur Erfüllung der o.g. Zwecke erforderlich sind

5. Beschreibung der betroffenen Personengruppe und der diesbezüglichen Daten und Datenkategorien
Teilnehmerdaten, Mitarbeiterdaten, Daten von freien Mitarbeitern sowie Daten von Auftraggebern, kooperierenden Arbeitgebern und Lieferanten sofern diese zur Erfüllung der unter 4. genannten Zwecke erforderlich sind. Die Daten werden grundsätzlich nur mit Einwilligung der Betroffenen gespeichert und verarbeitet.

Wer raucht, setzt sich freiwillig einer großen Gefahr aus, abhängig und krank zu werden. Die giftigen Stoffe im Zigarettenrauch schädigen beim Inhalieren auf ihrem Weg durch den Körper fast jedes Organ und beeinflussen sogar die Erbinformation der Körperzellen. Dies kann verschiedene Krebsformen auslösen. Besonders betroffen sind die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System von Raucherinnen und Rauchern. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr rund fünf Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

Tabakrauchen ist das schwerwiegendste gesundheitliche Risiko, das selbst beeinflusst werden kann. Nicht nur Zigaretten, auch andere Formen des Tabakkonsums wie Zigarren, Pfeifenrauchen oder Wasserpfeifen sind gesundheitsschädlich, ebenso sogenannte „leichte“ Zigaretten. Besonders deutlich steigt das Risiko, wenn man sich bereits in jungen Jahren einen regelmäßigen Zigarettenkonsum angewöhnt hat. Nur ein Rauchstopp kann diese gefährliche Entwicklung beenden: Personen, die mit dem Rauchen aufhören, haben nach zehn bis 15 rauchfreien Jahren wieder das Erkrankungsrisiko einer Nichtraucherin/eines Nichtrauchers.

Regelmäßiges Rauchen kann chronische und/oder nicht heilbare Erkrankungen mit deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität zur Folge haben. Die Lebenserwartung wird dadurch durchschnittlich um rund zehn Jahre gesenkt. Mehr als die Hälfte aller regelmäßigen Rauchenden stirbt vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums.

Zirka ein Viertel aller Krebstodesfälle sind auf die Folgen des Zigarettenkonsums zurückzuführen. Im Zigarettenrauch wurden bisher mehr als 90 krebserregende Stoffe identifiziert. Raucherinnen/Raucher haben ein doppelt so hohes Krebsrisiko wie Nichtraucherinnen/Nichtraucher. Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor der Krebsentstehung. Das Krebsrisiko ist umso höher, je früher man mit dem Rauchen beginnt, je mehr Zigaretten man täglich konsumiert und je länger man raucht. Mit dem Rauchen aufzuhören kann hingegen das Risiko deutlich senken.

Lungenkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Raucherinnen/Rauchern. Das Rauchen wird bei Frauen für 60 Prozent und bei Männern für bis zu 90 Prozent der Lungenkrebsfälle verantwortlich gemacht. Starke Raucherinnen und Raucher (20 Zigaretten pro Tag und mehr) haben das 15-fache Lungenkrebsrisiko einer Nichtraucherin/eines Nichtrauchers.

Rauchen ist ein maßgeblicher Risikofaktor, neben Lungenkrebs, auch für folgende Krebserkrankungen:

  • der Bronchien,
  • des Kehlkopfs,
  • des Mund-, Nasen- und Rachenraums,
  • der Speiseröhre,
  • der Leber,
  • der Bauchspeicheldrüse,
  • der Nieren,
  • des Blutes (Leukämie),
  • der Harnblase sowie
  • der Brust und
  • des Gebärmutterhalses (bei Frauen).

Rauchen ist eine der wichtigsten vermeidbaren Ursachen für die Entstehung einer Arteriosklerose (Erkrankung der Arterien). Dabei bilden sich schädliche Ablagerungen und Verengungen in Blutgefäßen, die den Blutdurchfluss behindern. Dies kann zu einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (z.B. Raucherbein) führen.

Die Substanzen im Tabakrauch verursachen Entzündungsreaktionen in den Atemwegen, reizen die Bronchien und erhöhen die Infektionsneigung. Rauchen schädigt den Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege. Regelmäßiges Rauchen führt zu Atembeschwerden, chronischem Husten und Schleimstau. Außerdem reduziert Rauchen in der Jugend das normale Lungenwachstum. Zudem ist es die häufigste Ursache für COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). 90 Prozent der an COPD erkrankten Personen in Österreich sind Raucherinnen/Raucher oder Ex-Raucherinnen/Ex-Raucher.

Nikotin bewirkt eine schlechtere Durchblutung der Haut. Zigarettenrauch enthält auch Substanzen, welche die Hautzellen schädigen. Die Haut wird dünner, unelastischer und faltiger – sie altert vorzeitig. Rauchen begünstigt auch Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Akne.

Durch den im Tabakrauch enthaltenen Teer werden die Zähne bräunlich verfärbt. Rauchen fördert die Bildung von bestimmten Bakterien in der Mundhöhle und trägt zu Mundgeruch bei, aber auch zu Parodontitis, die vorzeitigen Zahnausfall verursachen kann.

Regelmäßiges Rauchen ist ein Risikofaktor für erektile Dysfunktion (Störung der Erektionsfähigkeit des Mannes). Sie wird durch Gefäßschädigungen und dadurch bedingte Mangeldurchblutung des Penis verursacht. Rauchen schädigt auch die Befruchtungsfähigkeit der Spermien. Bei Frauen beeinflusst Rauchen den Östrogenhaushalt und ist mit einem höheren Risikofaktor z.B. für Unfruchtbarkeit, Genitalherpes und Gebärmutterhalskrebs verbunden. Rauchen in Kombination mit hormonellen Verhütungsmitteln (z.B. „Pille“) verursacht ein höheres Risiko für Thrombosen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Die Wirkung von Koffein auf den Körper ist individuell verschieden. Forscher fanden heraus, dass Gene für die Reaktion des Blutdruckes nach dem Konsum von Koffein verantwortlich sind. Menschen mit einer bestimmten Gen-Variante haben also tatsächlich ein erhöhtes Bluthochdruck-Risiko. Betroffene sollten daher auf koffeinfreien Kaffee umsteigen.

Sowohl Kaffee als auch Tee enthalten Koffein und werden daher häufig als Wachmacher konsumiert. Wobei der Koffeingehalt einer Tasse Kaffee wesentlich höher ist als bei Tee. Dadurch setzt die Wirkung schneller ein, ist aber nur von kurzer Dauer. Bei Tee hingegen setzt die Wirkung langsamer ein, hält aber länger an. Lassen Sie Tee nur kurz ziehen, wirkt er anregend. Wenn Sie Tee länger ziehen lassen, enthält er mehr Gerbstoffe und wirkt beruhigend.

Ob Tee oder Kaffee im Endeffekt gesünder ist, bleibt umstritten. Bei beiden gilt jedoch: Auf die richtige Menge kommt es an.

Bei der Frage, ob Kaffee in der Schwangerschaft schädlich ist, gehen die Meinungen der Experten auseinander. Einige Studien deuten darauf hin, dass ein vermehrter Koffeinkonsum das Wachstum des Ungeborenen negativ beeinflussen könnte. Sogar das Risiko von Fehlgeburten könnte erhöht sein.

Menschen mit Magenproblemen sollten Espresso einem Kaffee vorziehen. Durch die längere Röstung der Bohnen enthält der Espresso weniger Säure. Die kurze Zubereitungszeit reduziert zusätzlich die Gerbstoffe. Dadurch wird der Espresso im Vergleich zum herkömmlichen Filterkaffee deutlich bekömmlicher für den Magen.

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Aktuelle Leserdiskussionen und Kommentare finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Hier können Sie sich unseren Veranstaltungskalender als PDF Versoin ansehen.

Bei Interesse an einer gedruckten Version, erhalten Sie diese in der Stadt-Information im Rathaus München.

So sieht unser diesjähriges Plakat aus.

Wir freuen uns, Ihnen unser neues Projekt vorstellen zu können:
Erstmals gibt es ein Journal zur Münchner Woche für Seelische Gesundheit!
Enhalten sind darin unter anderem spannende Berichte und Interviews, aber auch wichtige Zahlen & Fakten und eine Übersicht über die Highlight der Veransaltungswoche.
Hier finden Sie die PDF Version des Journals.

Sie sind Veranstalter? Wir freuen uns über die Rückmeldung zu Ihrer Veranstaltung und unserer Organisation, sowie über Anregungen zur Neugestaltung unserer Website.
Den Feedbackbogen finden Sie hier.

Wir freuen uns, dass der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter auch 2017 wieder die Schirrmherrschaft für unsere Veranstaltungswoche übernimmt!

Sein Grußwort können Sie hier lesen.

50 Jahre Fachhochschulen in Deutschland / 50 Jahre Fachhochschule Kiel und 100 Jahre Ausbildung in Sozialer Arbeit in Kiel:

Diese Seite wurde zuletzt am 05.04.2018 aktualisiert

Dieses Buch richtet sich an alle Fachkräfte, die nach einem Großschadensfall an Ort und Stelle sind und neben den offensichtlichen ersten Hilfeleistungen, mit Opfern, Zeugen und Angehörigen konfrontiert werden. Neben den theoretischen Grundlagen der notfallpsychologischen Versorgung, wird detailliert auf Planung und Umsetzung eingegangen. Zahlreiche Fallbeispiele unterstreichen die Praxistauglichkeit für Angehörige des Rettungspersonals und hinzugezogene Notfallpsychologen oder Seelsorger.

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Extra resources for Psychische Gesundheit und Katastrophe: Internationale Perspektiven in der psychosozialen Notfallversorgung

Das zwischen einigen europäischen Staaten 2001 abgestimmte EU-Policy Paper (Seynaeve 2001) (»Psychosocial support in situations of mass emergency«) legt allen Angeboten die Annahme der primär sozialen menschlichen Natur zugrunde. Es verwendet »psycho-social intervention« und »psychosocial support« synonym und subsumiert darunter präventive und kurative Angebote: »to support affected people via psychological and social means« (Seynaeve 2001, Annex 2). 2). Das Papier beschreibt explizit und ausführlich seinen bedürfnistheoretischen und -orientierten Zugang.

Alle genannten Leitlinien empfehlen, klinische, diagnostische und therapeutische Kompetenz in der akuten Phase lediglich für den Einzel- und Bedarfsfall im Hintergrund auf Abruf verfügbar zu halten. Spezialisierte Angebote seien langfristig insgesamt nur für einen kleinen Prozentsatz der betroffenen Population vorzuhalten, deren anhaltendes Leiden Beeinträchtigungen in alltäglichen Funktionen hervorruft. Je mehr Menschen anhaltend belastet seien, umso höher werde jedoch der erforderliche und psychotraumatologisch spezialisierte professionelle Aufwand (NATO 2008).

15). »The adjective ‚psychosocial‘ refers to personal psychological development in the context of social environment. It is a specific term that is used to describe the unique internal processes that occur within people. 31). »Thus, the psychosocial approach espoused in this guidance is based on commitment to a broad range of eclectic approaches to planning and responding to disaster and major incidents. It includes social, psychological, educational, other non-healthcare and non-medical, and healthcare responses to the psychosocial impacts and, within that broad category, services for people who become distressed or 8 »Community: a group with the commonality of association and generally defined by location, shared experience or function.

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Auf den folgenden Seiten stellen wir unsere vielfältigen Leistungen und Angebote vor. Neben den allgemeinen Informationen finden Sie auch Querverweise, Kontaktdaten, Merkblätter und Formulare.

Die Internetseiten des Bereiches Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung erreichen Sie unter:

Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz für Beschäftigte im Lebensmittelgewerbe finden dreimal in der Woche statt: dienstags und donnerstags um 15 Uhr und mittwochs um 11 Uhr
Melden Sie sich bitte online an. Wie das geht, erfahren Sie auf der Sonderseite zu den Belehrungen.
Weitere Informationen zur Belehrung
Wenn Sie darüber hinaus noch Fragen haben: Tel. 02 51/4 92-53 77

Das Gesundheitsamt stellt 10.000 € jährlich für Projekte zur inklusiven Gesundheitsversorgung zur Verfügung und setzt damit unter anderem Handlungsempfehlungen der Kommunalen Gesundheitskonferenz um.
Förderrichtlinien und Antragsformular

Das Gesundheitsamt hat aufgrund einer Entscheidung des Stadtrates einen Antrag für ein wissenschaftliches Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis in Münster erarbeitet und beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingereicht. Dieser Antrag wurde inzwischen abgelehnt. Weitere Informationen und Ablehnungsbescheid

Zum 1. Juli 2017 ist das Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen (Prostituiertenschutzgesetz) in Kraft getreten. Das Gesetz enthält verschiedene Vorschriften, die Prostituierte und Betreiber von Prostitutionsgewerben betreffen.
Unter anderem muss eine gesundheitliche Beratung in Anspruch genommen werden.

  • Information zur gesundheitlichen Beratung in Münster
  • Weitere Informationen zum Prostituiertenschutzgesetzt auf Bulgarisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Rumänisch, Spanisch und Thai Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Auf Veranlassung der Kommunalen Gesundheitskonferenz entstand ein Wegweiser in Leichter Sprache "Alles zum Thema Gesundheit in Münster". Eine Projektgruppe hatte im vergangenen Jahr Handlungsempfehlungen zur gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit Behinderungen entwickelt. In Zusammenarbeit mit einer Studentin der Katholischen Hochschule wurden wichtige grundlegende Informationen zu unserem Gesundheitssystem sowie konkrete Ansprechpartner in Münster zusammengetragen und in Leichte Sprache übersetzt. Gedruckte Gesundheitswegweiser bekommen Sie bei Brigitte Kempe, Tel. 02 51/4 92-53 06 oder kempeb@stadt-muenster.de
"Alles zum Thema Gesundheit in Münster" (PDF, 2 MB)

Für Kinder und Jugendliche mit psychisch erkrankten oder suchtkranken Eltern führt das Gesundheitsamt in Kooperation mit der LWL-Klinik Münster das Präventionsprojekt "Familiensprechstunde" durch. Ziel ist es, allen Kindern in Münster ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. Das Pilotprojekt wird von der Landesinitiative NRW "Starke Seelen" gefördert. Weitere Informationen zur Familiensprechstunde

Über die ersten Schritte in das deutsche Gesundheitsversorgungssystem informiert ein Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten in fünf Sprachen. Die Einführung der Gesundheitskarte für Flüchtlinge und die Herkunftsländer der in den letzten Monaten angekommenen Menschen haben eine Überarbeitung des Wegweisers erforderlich gemacht.

Er liegt nun in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Englisch, Kurdisch und Persisch vor.

Außerdem gibt es inzwischen sieben leicht verständliche Filme zu verschiedenen Gesundheitsthemen, die es auch in mehreren Sprachen kostenlos zum anschauen und downloaden gibt. Weitere Informationen zum Gesundheitswegweiser und den Filmen

professionell - persönlich - kostenlos
Auch 2017 können Sie mit Ihren Fragen zum Thema Depression wieder zu uns kommen - ohne Anmeldung. Mitglieder des Bündnisses gegen Depression Münster bieten ehrenamtlich diese Beratung an.
Wann: an jedem letzten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr
Wo: Paritätisches Zentrum, Dahlweg 112, 48153 Münster, in den Räumen der Selbsthilfe-Kontaktstelle.

Das Gesundheitsministerium NRW und die Landesinitiative "Gesundheit von Mutter und Kind" haben eine neue App veröffentlicht. "Super Dad" soll werdenden und jungen Vätern das Leben erleichtern und ermöglichen, schon die Schwangerschaft aktiv zu begleiten. Weitere Infos zur "Super Dad"-App

Um die Vermeidung von Lebensmittelabfällen geht es bei der Aktion "Zu gut für die Tonne", zu der die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster und das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit den lokalen Ableger "Münster is(s)t abfallarm" ins Leben gerufen haben. Im Netz sind Angebote vor Ort, Infos und Tipps zusammengestellt: www.zugutfuerdietonne.muenster.de

Viele Fragen zu Gesundheitsthemen wie Organspende, Blutspende, Kinder-, Frauen- und Männergesundheit oder Aids-Prävention werden umfassend auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA beantwortet. www.bzga.de

Die Beratungsstelle "Frühe Hilfen im Gesundheitsamt" bietet in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien zusammen mit einer Hebamme Sprechstunden in einigen Familienzentren an. Fragen hierzu beantwortet Ihnen Dr. Dagmar Schwarte unter Tel. 02 51/4 92-54 34. Liste der Kitas (PDF, 15 KB)

Spiritualität und spiritual care für die Bereiche Krankheit, Alter, Sterben, Tod und Trauer in Münster - damit beschäftigen sich viele Institutionen und Menschen. Einen Überblick über Qualifizierungsangebote bietet eine neue Broschüre, die Sie auf den Seiten des Johannes-Hospizes finden. www. johannes-hospiz.de

Das Gesundheitsamt und die Gesundheitskonferenz unterstützen die Initiative eines Münsteraner Bürgers. Er geht seit dem 1. Juli 2009 jeden Mittwoch um die Promenade, um sich mehr zu bewegen. Zunächst bezog er sich auf die Aktion des Bundesgesundheitsministeriums "3.000 Schritte extra". Inzwischen ist Hans Dieter Weber geprüfter "Gesundheitswanderführer" und ergänzt die Promenadenrunde um informative Tipps und Übungen zur Bewegungsförderung. Er fordert alle Münsteranerinnen und Münsteraner auf, ihn zu begleiten.
Treffpunkt ist die Salzstrasse, Ecke Promenade jeden Mittwoch um 15.15 Uhr.

Als Ärztin für Allgemeinmedizin in St. Georgen im Attergau bietet Frau Dr. Pfeifer eine große Auswahl an kassenärztlichen Leistungen an, wobei auch ganzheitliche Aspekte in ihre Behandlung mit einfließen.

Alternativmedizinische Leistungen:

  • Akupunktur & Laserakupunktur
  • TCM Kräutertherapie
  • Kinesiologisches Tapen
  • Schröpfen

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Auch bei einer Therapie mit

  • Cumarinen oder Herzglykosiden

sollten keine Flohsamen angewendet werden. Im Zweifelsfall immer Rücksprache mit Ihrem Arzt halten!

Schaubild: Typische Anwendungsbereiche von Flohsamen und Flohsamenschalen.

Flohsamen auf sehr vielfältige und unterschiedliche Weise und können einen großen Beitrag zur Gesundheit leisten. Dabei ist es als Naturmittel fast nebenwirkungsfrei und unbedenklich einzunehmen. Allerdings kann es sein, dass die Aufnahme von Wirkstoffen über die Darmschleimhäute (enterale Resorption) verändert wird. Das ist gerade dann von Bedeutung, wenn andere Medikament eingenommen werden. Dann kann nämlich die Wirkung anders ausfallen, als gewohnt.

Insbesondere bei der Einnahme von Präparaten, die die Darmtätigkeit (Motilität) betreffen, kann es zu ernsten Folgen wie Darmverschluss (Obstruktion) kommen. Aus diesem Grund sollten Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen, zuerst mit ihrem Arzt sprechen. Besonders praktisch sind auch die verschiedenen Einnahmeformen, von dem Samen an sich bis hin zu der fertigen Kapsel, wenn es schneller oder einfacher gehen soll.

Hauptsächlich werden Flohsamen bei Verdauungsproblemen eingenommen, wie zum Beipiel bei Verstopfungen, entzündlichen Darmerkrankungen und bei Reizdarmproblemen.

Bereits im Altertum wurden die europäischen Arten des Flohkrauts vom griechischen Arzt Dioskurides erwähnt. Dieser setzte die Flohsamen in Form von warmen Umschlägen bei Geschwüren, Ödemen, Gicht, Verrenkungen, Kopfleiden sowie Darm- und Nabelbrüchen ein. Die Pharmakopöe Württemberg 1741 führt es als Refrigerans, Demulzens, Laxans und Mittel gegen Trockenheit von Zunge und Kehle, Gallenleiden sowie Angina auf.

Der Indische Flohsamen fand schon in frühen Zeiten Verwendung bei Schleimhaut­erkrankungen und -entzündungen im Harn- und Geschlechtsapparat.

Aufgrund der sehr vielfältigen und sehr wirkungsvollen Anwendungsgebiete dieses pflanzlichen Produkts, gerade auch bei schweren Erkrankungen wie entzündlichen Darmerkrankungen, stellt der Flohsamen seit der ersten Entdeckung im Altertum ein unverzichtbares Mittel in der Medizin dar. Da es keinerlei Nebenwirkungen beinhaltet, kann man dieses „Wundermittel“ auch dauerhaft anwenden, ohne Bedenken haben zu müssen. Dennoch sollte man gerade bei schwerwiegenden Erkrankungen die Behandlung natürlich trotzdem mit einem Arzt absprechen, um die bestmögliche Behandlung seiner individuellen Krankheit erhalten zu können.

Im Folgenden wird näher auf die verschiedenartigen und sehr vielfältigen Anwendungs­gebiete dieses Naturproduktes eingegangen.

Gerade Frauen haben besonders häufig mit Darmträgheit zu tun. Der unregelmäßige und zu seltene Stuhlgang stellt die Ursache vieler Krankheiten dar, deshalb ist es umso wichtiger, den Darm regelmäßig zu entleeren. Dabei ist jedoch eine „Regelmäßigkeit“ von zweimal in der Woche Stuhlgang zu wenig. Ein gesunder Mensch mit einer gesunden Darmtätigkeit (Peristaltik) sollte bis zu dreimal täglich, jedoch auf jeden Fall zweimal täglich Stuhlgang haben. Einmal täglich ist absolutes Muss, da der Dickdarm mindestens einmal täglich von seinen angelagerten Giftstoffen befreit werden sollte. Wenn die Nahrungsreste zu lange im Dickdarm bleiben, wird dieser zu einer Fäkaliengrube und es bilden sich darin Gifte der Fäulnis, Gärung und Verwesung, die wiederum ins Blut weiter geleitet werden. Über das Blut werden letztlich alle Organe des Körpers vergiftet, das Lymphsystem wird überfordert. Dies kann zu vielen verschiedenen Symptomen führen wie

  • die Entstehung einer Krankheit oder
  • vorzeitige Alterung,
  • steife und schmerzende Gelenke,
  • Trägheit im Gehirn und im Herzen,
  • einen festen aufgeblähten Unterbauch
  • und noch viel mehr.

Rundum fühlt sich der Mensch matt und träge. Besonders schwerwiegend ist, dass der Dickdarm durch die Vergiftung zu einer Brutstätte für eine Vielzahl an Parasiten werden kann, diese konzentrierten Giftstoffe können bei längerfristiger Ansammlung durchaus ein Karzinom (Krebs) im Dickdarm fördern. Es ist sehr wichtig, dass sich der Darm „wohlfühlt“!

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Eine Studie belegt jetzt, dass die Lungenfunktion von Menschen, die viel und regelmäßig putzen, der von starken Rauchern entspricht. mehr

Eine ungesunde Ernährung zählt mit zu den größten Verursachern von Krebs aller Art. Was die beste Ernährung bei Brustkrebs ist, erfahren Sie hier. mehr

Erste Krankheitssymptome werden oft nicht erkannt. Dabei kann das extrem wichtig sein, denn sie werden oft von Körpersignalen angekündigt. mehr

Die richtige Ernährung beruhigt den Magen und mildert die Symptome der Magenschleimhautentzündung. Der beste Ernährungsplan bei Gastritis! mehr

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Gesundheit - Krankheit im Wandel der Geschichte: Definitionen, Interpretationen und Konzepte. Wie kann die Gesundheit erhalten werden und die Krankheit behandelt? Subjektive Wahrnehmung und gesellschaftliche Bedeutung, die Entwicklung unseres heutigen Krankheitsbegriffes.

Gesundheit und Krankheit bestimmen unser Leben ebenso wie Essen und Trinken, Schlafen und Wachsein. Die Weltgesundheitsorganisation (WH0) drückt in ihrer Formulierung, “Gesundheit ist die Abwesenheit von Krankheit, und Krankheit ist das Fehlen von Gesundheit”, das allgemeine Verständnis der Bevölkerung aus.

Wie der einzelne Mensch Krankheit und Gesundheit persönlich wahrnimmt, ist so komplex wie sich das Verhältnis im Zusammenspiel darstellt. Jemand, der eine einfache Erkältung hat, kann sich jedoch völlig krank fühlen, während jemand mit einem gebrochenen Bein oder Arm, sich völlig gesund fühlen kann. Bischof Tutu, Freund von Nelson Mandela, dem südafrikanischen Präsidenten, erhielt kürzlich die Diagnose Prostata-Krebs. “Ich fühlte mich kerngesund”, sagt er dazu, “bis der Doktor mich als krank diagnostizierte.”. Solche Aussagen stürzen die Patienten zusätzlich in eine Katastrophenstimmung, aus der es oft unendlich schwer ist, herauszukommen. Gesundheit und Krankheit werden von jedem emotional, verstandes-mäßig, körperlich und spirituell subjektiv anders wahrgenommen und demzufolge wird anders damit umgegangen. Es gibt aber in jeder Gesellschaft grundlegende Tendenzen, wie Gesundheit und Krankheit verstanden werden und auch in welchem Rahmen Behandlungs- bzw. Heilungsprozesse angeboten und akzeptiert werden. Das heißt, wie immer individuell wir auf unsere Krankheiten reagieren, wir sind durch unseren Erziehungsprozeß und das gesellschaftliche Umfeld in unserer Wahrnehmung geprägt. Verhalten wir uns anders, als es die Normen der Gesellschaft zulassen, werden wir auch heute in unserer eigenen Kultur mit Sanktionen verschiedenster Art bestraft. Eine Geschichte von Gesundheit und Krankheit muß demzufolge die dem Themenkreis innewohnende Komplexität und die unterschiedlichen Konzepte der Kultur sowie die Menschen dieser Kulturen beleuchten.

Mythen der uralten Kulturen berichten von einem Goldenen Zeitalter, einem Paradies, welches frei von allen Krankheiten war, gefolgt von schwierigen Zeiten, in denen die Menschen mit vielen Krankheiten zu kämpfen hatten. Auch in der Bibel wird beschrieben, warum der Vater und die Mutter der Menschheit das Paradies verlassen mußten: Eva reichte Adam den Apfel vom Baum der Erkenntnis und sie hatten das Paradies zu verlassen. Seit dem Ende des Goldenen Zeitalters hatten die Menschen mit Plagen (Unglücken und Katastrophen) und dem Teufel zu kämpfen. Eine der Plagen und eine Form des Leidens waren Krankheiten. Die Geschichte hat uns nicht überliefert, ab wann die Krankheit als eine spezifische Ausdrucksform des Leidens unterschieden wurde.

Im Atharva-Veda des alten Indien gab es Gebete, die verrückten Personen helfen sollten. Geisteskrankheiten, die vom Teufel verursacht wurden, konnten mit den Gebeten zu Gott wieder ausgetrieben werden. Auch hier ist es schwer, zwischen Krankheiten und anderen Formen des Leidens zu unterscheiden. Alle Plagen entstanden aber aus Sünde gegen Gott und kamen vom Teufel. Geheilt wird im Atharva-Veda durch Gebete und nicht mit medizinischen Methoden.

Im alten Ägypten und Mesopotamien wurden Krankheiten ähnlich gesehen und behandelt. In den alten Schriften werden Krankheiten als ein Komplex von Symptomen bezeichnet und oft an bestimmten Teilen des Körpers festgemacht. Auch hier wird die Person von den Krankheiten “befallen” und viele der Bezeichnungen der Krankheiten bzw. Symptome sind verbunden bzw. identisch mit Namen von Dämonen aber auch von Göttern.

Hier finden wir aber schon so etwas wie eine Diagnose, eine Prognose sowie Behandlungsmöglichkeiten der Krankheit. Schon in den Schriften des Alten Königreiches finden wir Hinweise darauf, ob die Krankheit behandelt werden kann oder nicht behandelt wird, da die Behandlung als erfolglos erachtet wird. In Bildern und Schriften dieser Kulturen finden sich Hinweise darauf, daß zwischen verschiedenen Arten von Krankheiten deutlich unterschieden wird: Verletzungen äußerer Art und innere Krankheiten.

In Mesopotamien wurde von den dortigen Medizinern das Auslegen von Omen zu einer Kunst entwickelt, welches Auskunft über Ursache und mögliche Behandlung der Krankheit geben kann. Nicht nur Menschen konnten von Krankheiten befallen werden. Manche Krankheiten, wie z.B. Zara‘ath, als Lepra übersetzt, befielen auch Häuser und Gärten. Auch in diesen beiden Kulturen wurden Krankheiten als Ausdruck von rituellen Unreinheiten gesehen, die auch durch die Anwendung von Ritualen wieder beseitigt werden konnten. Sie wurden auch als Strafe für Verstöße gegen Tabus, gesellschaftliche Regeln oder bewußt ausgeübte Straftaten gegen Menschen und Gott angesehen. Krankheiten konnten aber auch von Zauberern sowie Dämonen und Göttern verursacht werden.

Diese alten Gesellschaften waren aber nicht auf logischen Zusammenhängen aufgebaut und deshalb läßt sich kein komplettes oder gesellschaftlich übergreifendes System vom Verständnis für Krankheit und Gesundheit finden. Die Konzepte dieser Gesellschaften basierten auf einem magischen Verständnis von Krankheit und Gesundheit. Die Verbindung zwischen Herz und Puls war bekannt sowie die Existenz von Blut und Adern, durch die das Blut fließt und die die Krankheiten innerhalb des Körpers transportierten. Es wurde mit Farben, Kräutern, Salben, Opfern, Ritualen und Gebeten geheilt. Die alten Ägypter balsamierten ihre Leichen, um sie gegen Dämonen zu schützen. Falls die Leichen nicht oder nicht ausreichend behandelt wurden, wurden sie von einer Krankheit befallen, von denen sie zerstört wurden. Diese Krankheit hieß Whdw und ist identisch mit dem Namen eines Dämonen. In den späteren ägyptischen Kulturen wird aber verstanden, daß Krankheit/Dämon Whdw mit bestimmten biologischen Prozessen zusammenhing. In der Geschichte der Krankheit wird diese Erkenntnis als der entscheidende Punkt in der Entwicklung einer archaischen zu einer rationalen und systematischen Betrachtungs- und Behandlungsweise angesehen, die von den Indern, Griechen und Chinesen weiterentwickelt wird.

In der indischen Caraka Samhitá wird “Gesundheit als die höchste Quelle von Wohlstand, Freude und Erlösung” beschrieben, während Krankheiten die Gesundheit, gutes Leben und eben das Leben selbst zerstören. Gesundheit, aber auch die Krankheit “wohnen” in Geist und Körper des Menschen. Wind, Schleim und Gallensäfte sind die drei Doshas, die für das Entstehen von Krankheiten des Körpers verantwortlich sind, während Leidenschaften und Wahn für die Krankheiten des Geistes verantwortlich sind. Die Ayurveda hat ein weitreichendes und umfassendes Diagnose- und Behandlungssystem, welches in das Gesamtverständnis von Leben und Philosophie eingebettet ist. Während der Körper mit somatischen (wie z.B. Ausgleich durch Veränderung der Eßgewohnheiten, Salben, Kräuter etc.) und spirituellen Methoden behandelt werden kann, werden geistigen Krankheiten durch religiöse und philosophische Aktivitäten, sowie Seelenstärke und Konzentrationsübungen geheilt. Obwohl viele äußere und innere Ursachen für das Entstehen von Krankheiten des Köpers und des Geistes verantwortlich gemacht werden, können auch Dämonen dabei eine Rolle spielen.

Gesundheit und Langlebigkeit waren hohe Ziele in der indischen Philosophie und Lebenskunst. Die indische ayurvedische Medizin, wie sie heute vertreten wird, gilt in weiten Fachkreisen als die umfassendste bestehende Medizin überhaupt.

Die chinesische Medizin weist im Grundsatz Ähnlichkeiten mit der indischen auf. Gesundheit und Krankheit sind Teil der Lebensphilosophie des Taos, der philosophischen und religiösen Grundlagen der chinesischen Gesellschaft. Die beiden Grundprinzipien des Taos, das Yin und Yang und deren Zusammenspiel drückt sich in allen anderen Prinzipien des Lebens aus: so wie männlich und weiblich, negativ und positiv, schwarz und weiß etc. Gesundheit und Krankheit sind Ausdruck und Form des menschlichen Mikrokosmos mit seinen entsprechenden Parallelen im Makrokosmos. Führt man sein Leben entsprechend den Regeln des Taos, kann Gesundheit und langes Leben erlangt werden.

Ein ausführlicher Bericht über die Wirkungsweise der Chinesischen Medizin wurde von espacio time in folgenden Ausgaben abgedruckt: espacio time Nr. 4/96, 1/97 und 2/97, Heilen in Fernost, Dr.med.univ.M.Jaschke.

Krankheiten entstehen, wenn die Körperkreisläufe und die damit verbundenen Energien der fünf Elemente Wasser, Feuer, Luft, Metall und Holz nicht im Ausgleich sind. Auch in der chinesischen Medizin stehen Lebensumstände, Philosophie, das heißt das Eingebettet-Sein des Menschen in sein Leben an sich, in direktem Zusammenhang mit seiner Gesundheit bzw. Krankheit.

Im Schintoismus hingegen, gegründet von Gyogi, einem koreanischen Mönch, im 7. Jahrhundert v. Chr., - der die alte Religion Japans mit dem Buddhismus verbindet und dadurch die Ablösung der alten japanischen Kultur von der übernommenen chinesischen Tradition vorbereitete -, werden die verehrten Shinto-Gottheiten (Naturgeister und Nationalhelden) als Verkörperungen von Buddha angesehen. Hier lebt der Mensch in einer sich ständig wandelnden Welt, in der er als Teil dieser Welt sich ständig mitwandelt und Krankheit wie Gesundheit sind als Ganzes Teil dieser ständigen Wandlungsprozesse. (siehe dazu auch die Artikel von Klaus Schlapps (S.36) und Juan Vásquez (S.42) zum Schamanismus ihrer Kultur in dieser Ausgabe der Treff-Räume espacio time.)

Bei den Griechen war die Gesundheit ebenfalls eines der erstrebenswertesten Ziele. Der Schriftsteller Theornis spricht von Gesundheit als “das wünschenswerteste Ziel im Leben”. Krankheit wurde verabscheut, der Begriff, daß “ein gesunder Geist in einem gesunden Körper lebt”, kennzeichnet das Verhältnis der Griechen zu Gesundheit und Krankheit. Die Komplexität der griechischen Medizin sowie die hohe Position in der Gesellschaft spiegeln diese Einstellung wider. Hygiene spielt bei den Griechen eine große Rolle und es wird viel Zeit damit verbracht, um Gesundheit und Schönheit, die miteinander eng verkoppelt sind, zu erhalten bzw. zu erlangen. In der griechischen Literatur werden Störungen von Gesundheit und Schönheit als Krankheit bezeichnet. Gesundheit ist ein Zustand im Einklang mit der Natur, während Krankheit ein Zustand ist, der der Natur entgegensteht. Die Störungen, d.h. Krankheiten, konnten körperlicher oder übersinnlicher Art sein, sie konnten verschiedenste Ursachen haben. Sie konnten auch von Göttern bzw. Dämonen geschickt sein und die Götter konnten auch die Krankheiten wieder aufheben. Trotzdem wurden Krankheiten von griechischen Medizinern und Philosophen als natürliche Prozesse bezeichnet und somit wird die griechische Kultur geschichtlich als diejenige betrachtet, in der Krankheiten verweltlicht wurden. Die Auffassung, daß alle Krankheiten göttlichen Ursprungs waren und die für uns gegenteilige Auffassung, daß alle Krankheiten menschlicher Natur seien, wurde von den Griechen nicht als widersprüchlich erlebt, sondern kennzeichnet das Gesamtkonzept der griechischen Medizin. Medizin und Philosophie sind bei den Griechen erstmals getrennte Disziplinen. In allen anderen hier besprochenen Kulturen ist das Verständnis von Gesundheit und Krankheit Teil einer umfassenden Lebensphilosophie.

Die Geschichtsschreibung sieht das Zeitalter der Griechen als das erste Zeitalter, in dem sich das Konzept von Krankheit und Gesundheit grundsätzlich von früheren heidnischen Konzepten unterscheidet, da zum ersten Mal der Versuch gemacht wurde, Krankheiten systematisch und methodisch zu verstehen und zu behandeln.

Hippokrates (460 - 377 v. Chr.) gilt als Vater der Medizin und Begründer der abendländischen Medizin. Auf den Eid des Hippokrates schwören heute noch alle Mediziner der westlichen Welt. Er ging davon aus, daß die Wurzeln aller Krankheiten im Körper sowie in menschlichen Verhaltensweisen liegen und von äußeren göttlichen Faktoren wie Kälte, Wind und Sonne beeinflußt werden. Epidemische Krankheiten werden von Verschmutzungen (miasmata) zugewiesen, die von den Menschen der betroffenen Region durch die Luft eingeatmet werden. Aber auch hier haben wir wieder eine Verbindung zu Göttern, denn es wird davon ausgegangen, daß miasmata durch Aktionen der Sonne verursacht werden können, die wiederum für den Sonnengott Apollo steht. Die griechischen Mythen berichten, daß dieser Thebes eine Plage geschickt hat, da es durch die “Heldentaten” des Ödipuss “verschmutzt” worden sei.

Diese Betrachtungsweise ähnelt der indischen, die in ihrer Religion das Karma kennt: die Verantwortung für vergangene Taten, Verhaltens-weisen über mehrere Generationen gehend. In der jüdisch-christlichen Tradition lastet die Erbsünde auf den Nachkommen Adams und Evas.

Viele der alten griechischen Schriften sollen in Kos, dem Geburtsplatz von Hippokrates, geschrieben worden sein. Obwohl der Krankheitsbegriff durch Hippokrates und die von ihm aufgebaute medizinische Schule individualisiert wurde, wurden Krankheiten als solche anerkannt und benannt. Man kannte z.B. die Schwindsucht, Lungenentzündung, Rippenfellentzündung, “heilige Krankheiten”, wie z.B. Epilepsie. Die hippokratischen Mediziner brachten die Symptome der Patienten oft in Verbindung mit den uns heute noch bekannten und angewendeten Konstitutionstypen der Menschen: Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker. In den Augen der Griechen konnte die Gesundheit erhalten werden, indem Maß gehalten wurde beim Essen, Trinken und in anderen Dingen des Lebens. Gesundheit, Schönheit und Glücklichsein waren die wichtigsten Lebensziele der Griechen und diese konnten errungen und erhalten werden, wenn eine Person in der Lage war, das eigene Leben im Rahmen der ihm möglichen Kräfte für ihn nutzbringend und gesunderhaltend zu gestalten.

Im Ideal der Klassik war Gesundheit ein Ausdruck von Symmetrie und Schönheit, welche spirituelle Schönheit und damit auch spirituelle Gesundheit ausdrückte. Der griechische Spruch: “In einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist” wurde zu meiner Zeit noch an Schulen gelehrt.

In der späteren griechischen Perioden (Stoiker) brachte die Tugendhaftigkeit Glück. Eine Person wurde dann als gesund bezeichnet, wenn sie die Angelegenheiten ihres Lebens aus eigenen Kräften regeln konnte.