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Liegt der Indikan-Wert zwischen 2 und 4, dann sind deutliche Veränderungen in der Fütterung und eventuell der Haltung angezeigt sowie den Darm sanierende Maßnahmen. Hier muss mit längeren Therapiezeiten gerechnet werden, weil häufig auch neben dem Kotwasser schon andere erste Symptome auf eine Entgleisung von Stoffwechselprozessen hinweisen.

Gerne unterstützen wir Sie hier mit einem für Ihr Pferd passenden Fütterungsplan und empfehlen auf Ihr Pferd abgestimmte, unterstützende Maßnahmen.

Bitte kontaktieren Sie uns unter futterberatung@sanoanimal.de

Neben dem Indikan-Wert sollten Sie uns ausführlich die „Geschichte“ Ihres Pferdes mitteilen: Haltungs- und Fütterungsbedingungen der letzten Jahre, Krankheitsgeschichte und auch die sozialen Interaktionen mit den Artgenossen, da hier viel Potential für Stress-Kotwasser liegt. Eine Übersicht der Informationen, die wir generell benötigen, finden Sie hier.

TEIL 2 DES BLOGS WIRD IN DEN NÄCHSTEN TAGEN GEPOSTET.

Bei schweren Infekten mit Verschleimung der Atemwege sollten Sie zusätzlich inhalieren. Optimal ist ein mobiler Inhalator, den man mittlerweile in vielen Pferdekliniken auch leihen kann. Inhalator drauf, Inhalat (Kochsalzlösung, mind. 7% vom Tierarzt) einfüllen, anschalten und mit dem Pferd losspazieren. Durch die Bewegung atmen die Pferde tiefer, so kommt das Inhalat weit hinunter in die Atemwege und löst auch Schleim in den Bronchien.

Sollten Sie keinen Inhalator haben oder leihen können, gibt es die Lösung „für arme Leute“: Geben Sie kochendes Wasser in einen großen Kübel und normales Kochsalz (ohne Fluor und Jod) dazu, sodass eine 7%ige Lösung entsteht (= 1L Wasser + 70g Kochsalz). Stellen Sie ein Nudelsieb umgekehrt in das Wasser, damit das Pferd nicht versehentlich mit der Nase eintauchen kann. Füllen Sie dann den Kübel mit angefeuchtetem Heu auf und lassen Sie Ihr Pferd fressen.

Wenn es sich das gefallen lässt, dann können Sie noch ein sauberes Geschirrhandtuch mit zwei Wäscheklammern am Nasenriemen des Halfters befestigen, so gelangt noch mehr Dampf in die Nüstern.

Die Atmung ist hier längst nicht so tief wie beim Spaziergang mit Inhalator, aber zumindest Verschleimungen der oberen Atemwege werden so ganz gut in Bewegung gebracht.

Gerne unterstützen wir Sie hier mit einem für Ihr Pferd passenden Fütterungsplan und empfehlen auf Ihr Pferd abgestimmte, unterstützende Maßnahmen.

Bitte kontaktieren Sie uns unter futterberatung@sanoanimal.de

Wenn es um Mineralfutter geht, kommt es immer wieder zu Fehlinformationen und Missverständnissen. Man sollte hier ein paar Dinge auseinander halten:

Anorganische Mineralstoffe sind Mineralien, die an anorganische Ionen (Oxide, Sulfate) gebunden sind.

Organische Mineralstoffe sind solche, die an organische Moleküle (meist Aminosäuren, genannt Chelate) gebunden sind.

Anorganische ebenso wie organische Mineralstoffe, die im Futtermittelbereich als Zusatzstoffe verwendet werden, werden allesamt synthetisch hergestellt. Organisch hat zunächst mal nichts damit zu tun, dass es aus einer natürlichen Quelle stammt und anorganisch nichts damit, dass es synthetisch wäre.

In der Natur kommen sowohl anorganische als auch organische Verbindungen vor. Auch in Pflanzen findet man beide Formen. Allerdings ist der Mineralanteil in Pflanzen zu gering, um Pferde ausschließlich pflanzlich mit Mineralstoffen zu versorgen.

Auch Wildpferde nehmen Mineralstoffe in mineralischer (also nicht-pflanzlicher) Form auf nämlich an Leckstellen, die sie gezielt aufsuchen und dort den Erdboden fressen. Man hat diesen Erdboden untersucht und festgestellt, dass diese Erde hochgradig angereichert ist mit Mineralien und Spurenelementen.

Bei unserer Fütterung ist die Mineralversorgung ausschließlich durch das Grundfutter (Heu, Weidegras) in der Regel nicht ausreichend. Also muss Mineral zugefüttert werden.

Sowohl organische als auch anorganische Mineralstoffe, die dem Futter zugesetzt werden, sind alle synthetisch hergestellt. Dabei können verschiedene chemische Formen unterschiedlich gut verstoffwechselt werden.

Für Zink gilt beispielsweise: Zinkoxid (anorganisch) ist etwa 10-20% bioverfügbar. Zinksulfat (anorganisch) ist etwa 50-65% bioverfügbar. Zinkchelat (organisch) ist etwa 80-95% bioverfügbar. Das gilt aber nur, wenn diese Mineralstoffe _einzeln_ gefüttert werden. In dem Moment, wo man eine Mischung füttert, in der z.B. Zink und Kupfer enthalten sind, sinkt in dem Fall die Zinkverfügbarkeit ohnehin schon um 50%, da Zink und Kupfer um dieselben Eintrittsstellen im Darm konkurrieren. Aus diesem Grund werden in der Regel auch Mengen, die weit über dem Tagesbedarf liegen, den Futtern zugesetzt, damit am Ende die passende Menge im Pferd landet, denn der Rest verbleibt im Darm.

Füttert man jetzt ein Futter, das ausschließlich organisch gebundene Mineralstoffe enthält, so sind diese synthetisch hergestellt! Diese Mineralstoffe sind aber nicht so gut bioverfügbar, wie man denkt.

Der Grund ist die Konkurrenz der verschiedenen Mineralstoffe und Spurenelemente. Dazu kommt, dass organische Mineralstoffe sehr teuer sind, die Hersteller daher die Dosierung von vornherein schon deutlich herabsetzen, um preislich attraktiv zu bleiben. Damit kommt nochmal weniger im Stoffwechsel des Pferdes an.

Und da diese Chelate allesamt scheusslich schmecken, müssen entsprechende Geschmacksstoffe (Apfeltrester, Sirup, Zucker, Grünmehle und ähnliches) zugesetzt werden, damit die Pferde das „organische Mineralfutter“ fressen.

Anorganische Mineralstoffe werden von Pferden geschmacklich deutlich besser akzeptiert und können auch ausreichend verstoffwechselt werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Im Gegenteil hat man bisher auch für einige organische Mineralstoffe (z.B. Selen) festgestellt, dass die hohe Bioverfügbarkeit von Chelaten in der Praxis mehr schaden als nutzen kann, da der Körper überschüssige Mineralstoffe dann auch nicht mehr adäquat ausscheiden kann.

So geht man heute davon aus, dass es zu einer massiven Selenanreicherung* im Gewebe bis hin zur chronischen, subklinischen Vergiftung kommen kann, wenn man organisches Selen füttert.

Aufgrund der Verwendung von anorganischen Mineralstoffen und dem Verzicht auf diverse (teilweise wohlschmeckende) Trägerstoffe empfehlen wir OKAPI Mineralfuttern.

Diese enthalten diese keine „Aromastoffe“ und die Pferde nehmen die Mineralfutter nur nach Bedarf auf – man imitiert also die Mineral-Leckstellen der Wildpferde.

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Leiden im allgemeinen und besonders das Leiden während Krankheiten wurde, wie wir gesehen haben, in vielen Kulturen als Folge eines Verstoßes gegen Regeln der Kultur bzw. der jeweiligen Götter angesehen. Im Christentum - eine monotheistische Religion, die von einem Schöpfer als dem Ursprung jeglichen Lebens ausgeht - wurden Krankheiten als die Bestrafung von Verstößen gegen die von Gott gegebenen Regeln (hier die 10 Gebote) gesehen. Außerdem versteht die christliche Religion Krankheiten und das damit verbundene Leiden als Möglichkeit, die ewige Erlösung zu erlangen, vorgelebt von Jesus Christus selber. Christus speiste öffentlich mit als Sündern bekannten Personen und begründete dies mit seiner Aussage: “Sie brauchen keinen Arzt, obwohl sie krank sind.” (Matthäus 9:2-7) Das bedeutet, daß Krankheiten nicht nur durch Sünden hervorgerufen werden, sondern, daß die Sünde selber eine Krankheit ist, die der Heilung bedarf.

Vom asketische Aspekt des Christentums her werden Krankheiten mit Stolz behandelt, da sie die als niedriger bezeichneten Sinne (Sinneslust) kasteien, demütigen. Leiden wird hiermit zu einer Tugend, welches die Fleischeslust abhärtet. So erklärt es sich auch, daß z.B. die Arbeit mit Lepra-Kranken, bei der man sich leicht infizieren konnte, als göttliche Arbeit angesehen wurde, durch die man nicht nur Achtung und Respekt der Mitmenschen erwarb, sondern auch das Versprechen des Heiligenscheines. In vielen späteren Schriften des Mittelalters, der Neuzeit sowie in heutigen psychologischen Abhandlungen (Scientific American, Feb. 1995) wurde und wird immer wieder die Frage aufgeworfen, warum alle hervorragenden Philosophen, Politiker und Poeten sowie Künstler ein melancholisches Temperament hatten bzw. haben und an schweren chronischen Krankheiten litten/leiden. Dies scheint ein typisches Problem der christlichen Kultur des Abendlandes zu sein. Die großen Philosophen des Ostens, wie z.B. Buddha, Lao-Tse und Konfuzius, führten ein normales Leben und waren nicht auffällig von schwereren Erkrankungen geplagt als ihre anderen Zeitgenossen.

Mit der zunehmenden Bedeutung des Leidens in einer Kultur geht die Entwicklung zur Individualität Hand-in-Hand: läßt sich durch Leiden etwas erreichen - im Christentum auf der himmlischen Dimension - bedeutet das gleichzeitig, daß die Position des Individuum in dieser Kultur gestärkt wird. Das Christentum, dessen Wurzeln im Judentum liegen, geht davon aus, daß wir alle Ebenbilder des Schöpfer-Gottes seien. Dieser Ansatz betont die Wichtigkeit der eigenen Individualität. Nicht die Anpassung an den Zyklus der Zeiten war nun die vorherrschende Lebenseinstellung, wie z.B. beim Schintoismus oder verschiedenen schamanischen Gruppen, sondern die individuelle Leistung, die individuelle Gesundheit, der individuelle Erfolg wurden so im Laufe der Geschichte und insbesondere der industriellen Revolution zum absoluten Ziel der christlichen Kulturen, einhergehend mit der Nächstenliebe, d.h. denjenigen zu helfen, die weniger erfolgreich bzw. gesund etc. waren. Das Verständnis des Eigenwertes hatte sich gewandelt: von einem Mitglied der Gemeinschaft, eingebettet in den Zyklus der Gezeiten und Entwicklung, zum unabhängigen Individualisten, der sich und seinem Schöpfer durch Leistung, Gesundheit etc. seinen Wert beweist.

Krankheitskonzepte der verschiedenen Gesellschaften unseres Kulturkreises waren oft auch geprägt von den dort vorherrschenden Krankheiten. Wie wir gesehen haben, gab es bei den alten Ägyptern schon den Ansatz einer Diagnose. Damit war der Grundstein für eine Diagnose-Medizin gelegt, die sich dann im Laufe der Jahrhunderte zunehmend mehr und mehr herauskristallisierte. Im Mittelalter und der Renaissance gab es viele Infektionskrankheiten, die als Epidemien unzählige Menschenleben kosteten. Arabische und romanische Autoren dieser Zeit erweiterten das alte Konzept von Infektionen und ansteckenden Krankheiten, aber insgesamt war das Konzept unklar, Infektionen konnten durch viele Umstände entstehen: sie konnten z.B. im Körper mit der Krankheit entstehen oder auch neben vielen anderen Möglichkeiten, durch den Einfluß der Sterne (daher kommt auch der Name Influenza für die Virusgrippe). Die großen Epidemien reichten von 527 - 565 (Kaiser Justinian), zur Pest und Cholera Epidemien (Mitte des 18. Jahrhunderts) und London (1665) sowie Marseilles (1720), als die letzte der großen Epidemien in West-Europa. Die schwerste aller Epidemien war die Lepra-Erkrankung im Mittelalter. Von ca. 1495 nahm die Syphilis epidemischen Charakter an. Mit der Entwicklung des medizinischen Gedankengutes wurden epidemische Krankheiten zunehmend klarer definiert: sie behielten ihren ansteckenden und spezifischen Charakter von Person zu Person. Diese ontologische Betrachtungsweise von Krankheit, d.h. sie als real zu sehen, Ihnen ein eigenständiges Dasein zuzuordnen, war nicht neu. Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert wurde die ontologische Sichtweise von Krankheiten verstärkt, basierend auf den Ideen von Paracelsus (1493 - 1541). Krankheiten wurden von dieser Schule als Parasiten betrachtet, von äußeren, von Menschen unabhängigen Faktoren hervorgerufen. Der Engländer William Harvey (1578 - 1657) z.B. ging davon aus, daß Tumoren ein Eigenleben führen und das Krankheiten, die z.B. durch Vergiftungen oder Ansteckung entstehen, ihre eigene Vitalität - in heutiger Sprache: ihre eigene Energie - haben.

Thomas Sydenham (1624 - 89) war einer der Begründer der Nosologie, d.h. der Krankheitslehre, der Wissenschaft Krankheiten zu klassifizieren. In Sydenham’s Augen wurden Epidemien verursacht durch okkulte und unerklärliche Veränderung im Inneren der Erde, aufgrund deren Ausdünstung veränderte sich die Luft und der Mensch wurde dadurch anfällig für Epidemien. Auch spielen unerklärbare und angstmachende übersinnliche “occulte” Faktoren eine entscheidende Rolle.

Linné (1701 - 78), Boissier de Sauvages (1706 - 67), Cullen (1710 - 90), Pinel (1745 - 1826) und Schönlein (1793 - 1864) schufen nosologische Systeme, in denen Krankheiten auf der Basis von klinischen Symptomen in neue Klassifikation, Familien, Gattungen und Spezies eingeordnet wurde. Die Struktur ist immer noch die Grundlage unserer heutigen Krankheitslehre. Das wissenschaftliche Verständnis der Medizin und die darauf aufbauenden Anweisungen für Ärzte basieren auf folgenden Prämissen: die Diagnose wird aufgrund der in der wissenschaftlichen Klassifizierung aufgestellten Symptome gestellt und er kann dementsprechend die ebenfalls gelistete Medizin verschreiben. Eine weitere Beschäftigung mit einer Krankheit und dem Patienten (als Person) wird durch dieses System überflüssig, da er über die Klassifizierung der Symptome die richtige Diagnose sowie Behandlungsmethode findet. Das Diagnose-System hat also nun seinen festen, unumstößlichen Platz im westlichen Gesundheitswesen eingenommen.

Die Theorien des Philosophen Descartes hatten im Zeitalter der Aufklärung wesentlichen Einfluß, vor allem auch auf die Medizin. Der menschliche Verstand wurde an aller erster Stelle gestellt und war allen anderen Lebensformen damit weit überlegen. Für Descartes und seine Schüler und Nachfolger waren Körper von Tieren und Menschen seelenlose Maschinen, während der Mensch jedoch über den bewußten rationalen Denkprozeß den Körper mit der Seele verbinden konnte. Der Körper ist eine perfekte Maschine und wird durch die Krankheit zur gestörten, im-perfekten Maschine. Eine Maschine kann keine Mechanismen zur Selbstregulation haben, muß aber in der Regel durch äußeren Einfluß repariert werden. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, waren Krankheiten keine Heilungs-, sondern Störungsprozesse und folgerichtig wurde im Prozeß der Diagnose-Medizin die Störungen klassifiziert, untersucht etc. Alle Naturprozesse wurden als blind bezeichnet und konnten zerstörerisch wirken. Die althergebrachte Sichtweise der Natur als ein “wohlwollendes Wesen” wurde als heidnisch betrachtet. Das wahre Wesen lag in der rationalen Erkenntnis des menschlichen Verstandes, deren Aufgabe es ist, Störungsprozesse zu erkennen und zu eliminieren. Auf diesem grundsätzlichen Verständnis von Leben basiert auch unser heutiger Umgang mit Krankheit.

Diese cartesainische Philosophie, die philosophische Grundlage der Aufklärung, sah Krankheit einzig und allein als eine Sache des Körpers, während Kriminalität, Sünden und Erbkrankheiten als Krankheiten der Seele verstanden wurden.

Während des Mittelalters hatte sich die medizinische Disziplin geteilt: die Allgemeinmediziner und die Operateure waren nun unterschiedlich organisiert. Die Operateure waren in einer Zunft mit den Friseuren zusammengeschlossen. Sie waren für die äußeren Behandlungen des Körpers zuständig: Wunden, Geschwüre, Abszesse, Ausrenkungen von Gelenken, Hautkrankheiten, Tumore, Leistenbrüche und Katarakte; während die Allgemeinmediziner für die inneren Erkrankungen zuständig waren. Chirurgen haben auch heute noch einen geringeren Stand in der Ärztehierarchie, allerdings werden sie von der Gesellschaft, dem Patienten, sehr wohl hoch angesehen.

Mit der Anwendung des Stethoskopes (1819) wurden die Mediziner zunehmend unabhängiger von den persönlichen Symptombeschreibungen ihrer Patienten. Diese neue Objektivität konnte in den neu entstehenden Krankenhäusern der Industriegesellschaften angewandt werden. Die dort eingelieferten Patienten - in der Regel die Ärmsten der Armen aus den überquellenden neuen Industriestädten - waren hervorragende Studienobjekte für die neue “Objektivität” des medizinischen Betriebes. Die Entwicklung der modernen Staaten förderte auch die Entwicklung von Statistiken und damit ein Vergleich der Krankheitssymptome im größeren Rahmen. Die Krankheitslehre wurde ausgeweitet und verfeinert und damit auch der mechanistische Ansatz. Mit der Entwicklung der Impfungen wurden viele der großen Infektionskrankheiten “unter Kontrolle” gebracht, ein nächster Schritt in dieser Entwicklung war die Entdeckung der Anti-Biotika (Ende des 2. Weltkrieges). Damit konnten die bakteriellen Infekte “kontrolliert” werden. Der neueste Schritt auf dem Wege der totalen Kontrolle sind die gen-technologischen Fortschritte, “Reparatur-Möglichkeiten”, wenn die Maschine - unser Körper - defekt ist sowie die Zunahme der schönheits-chirurgischen Eingriffe von Nasen- und Lippenveränderungen zur Verschönerung der Sexualorgane: Brustkorrekturen sowie Verlängerung von Penissen und Operationen zur Veränderung der Schamlippen. Über die Folgen von Silikon-Implantaten und den damit zusammenhängenden Langzeiterkrankungen und Behinderungen gibt es zunehmend mehr Horror-Berichte in den Medien, während wir noch nichts über die Folgen von gentechnologischen Veränderungen des Menschen wissen. Über die Spätfolgen von Hormonbehandlungen, für viele Jahre als das neueste Wunder in der medizinischen “Heilkunst” beschrieben, lernen wir heute mehr und mehr. (s. auch Sherill Sellmans Artikel: Bittere Pille? auf Seite 18 dieser Ausgabe)

Unser heutiges Verständnis von Krankheit ist also geprägt von dem individuellen Ansatz des Christentums sowie der zunehmenden Verobjektivierung von Symptomen, nach denen der Mensch behandelt und auf die er reduziert wird.

Große Widersprüche in einer Gesellschaft spiegeln immer unterschiedliche Einstellungen und Positionen wider, aber auch, wie das “Volk” die von der Gesellschaft verursachten Regeln und Probleme aufarbeitet. Wir haben in den obigen Ausführungen gesehen, daß Gesundheit und Krankheit als kulturelle Erfindungen betrachtet werden, mit der die in der jeweiligen Kultur lebenden Menschen sich mehr oder weniger identifizieren.

Beispielsweise bestehen zwischen dem Zeitalter der Aufklärung, der industriellen Revolution und der damit verbundenen Entwicklung zum Rationalismus und Funktionalismus tiefe Zusammenhänge zum damaligen Romantizismus. Die Tuberkulose war die Krankheit der industriellen Revolution, so wie die Syphilis zur späten Renaissance gehört und die Melancholie oder Liebeskrankheit zum Barock. Ein hoher Anteil der armen arbeitenden Bevölkerung hatte Tuberkulose, so aber auch viele Künstler und Wissenschaftler, wie Novalis, Chopin, Schiller, Bayle und Laennec, zwei Tuberkulose-Forscher. Die Krankheit und das damit verbundene Leiden der Schwindsucht wurde ausführlich in Gedichten beschrieben und Liedern (Küchenliedern) besungen.

Auch die Widersprüche der heutigen Zeit hat ihren Romantizismus. Basierend auf der Geschichte der westlichen Kultur, in der Gesundheit (besonders in den angelsächsischen Ländern) eine moralische Pflicht war, die zur Verherrlichung Gottes diente, existieren in der westlichen Welt zwei vorherrschende Lebensziele; Gesundheit - eng verbunden mit äußerer Schönheit - und Reichtum, eng verbunden mit Sicherheit (Lebenssicherheit). Materialisten und Idealisten sind sich hinsichtlich dieser Ziele einig; die einen (Materialisten) benötigen Geld, um sich Gesundheit (Schönheit) und die erfolgversprechendsten Behandlungen leisten zu können. Die anderen (Idealisten) projizieren ihre Wünsche und Hoffnungen auf eine andere Dimension, die ihnen eine bessere Zeit, ewige Gesundheit und ewiges Leben versprechen. Die überwiegende Anzahl der Vertreter der New Age Bewegung und insbesondere die sogenannten Lichtarbeiter lassen sich dieser Kategorie zuordnen. Licht und Dunkel sind eine Einheit, werden sie getrennt und das gesamte Lebensstreben zur Erlangung des Lichtes ausgerichtet, wird der Boden unter den Füßen verloren, d.h. der Kontakt zur Erde geht verloren. Eine schnelle “Erleuchtung”, nach der unzählige unzufriedene Menschen streben und sich deshalb der New Age Bewegung oder Esoterik zuwenden, führt oft zu zusätzlichen großen emotionalen sowie geistigen Probleme, d.h. daß sich die Konflikte verschärfen anstatt sich zu verbessern. Konflikte und Krankheiten müssen im Hier und Jetzt ganzheitlich angepackt werden, d.h. es muß die verursachende Energie der Krankheit verstanden und angenommen werden, damit die eigenen Heilungsprozesse in Gang gesetzt werden können. Erst dann nimmt der Körper eine Unterstützung mit anderen Methoden prozeßfördernd an. Jeder Wunsch, die Auseinandersetzung mit den eigenen inneren Prozessen zu vermeiden oder durch illusorische Harmonievorstellungen zu ersetzen, die sich entweder auf das jetzige Leben oder andere Dimensionen beziehen, nähren im Grunde lebensverneinende Energien, da in solchen Prozessen die verursachenden Energien einfach nicht ernstgenommen, sondern wegvisualisiert werden.

Wir haben gesehen, daß sich der Grundwiderspruch, der in der Trennung von Krankheit und Gesundheit liegt, durch (fast) alle Kulturen zieht und als gegeben hingenommen wird. Diese Polarität ist jedoch das Produkt einer kulturhistorischen Entwicklung, in der Gesundheit und Tugend zusammengehören und umgekehrt Krankheit und Untugend. Wer krank ist, ist nicht normal und es muß alles getan werden, den Zustand der Normalität - der ja auch kulturell definiert ist - wieder zurück zugewinnen. Wer krank ist arbeitet nicht und wird dadurch abhängig und schadet:
a) den anderen und insbesondere der Volkswirtschaft;
b) sich selbst, da Krankheit und Sünde immer noch in einem engen Zusammenhang gesehen werden. Alle neutestamentarischen Wundertaten Christi, bei denen Heilung erfahren wurde, beinhalten auch immer eine Vergebung der Sünden. Durch die “Kriminalisierung der Krankheit” auch in den modernen Industriegesellschaften ist der Druck auf den einzelnen sehr groß und in der Regel erfolgreich (siehe Berichte dieser Ausgabe “Am Wickel der Schulmedizin”), weil hier mit der Angst gearbeitet wird: der Angst, nicht normal zu sein, der Angst vor Abhängigkeit, der Angst vor dem Tode. Das Geschäft mit der Angst ist immer noch das lukrativste. (siehe Artikel Bärbel Ristow, Arzt zu sein. S. 27)

Haben die Normen des Gesundheitsverhaltens den Hilfesuchenden zum Arzt gelangen lassen, so trifft er auf ein bloß naturwissenschaftlich-medizinisches Faktenwissen des Arztes, das ihn auf eine strenge pathophysiologisch gebundene Kausalität zu bringen versucht und in der Rolle des Patienten auf das Funktionieren bestimmter Organsysteme einschränkt: Das Arzt-Patient-Verhältnis verliert seine personale Interaktion an ein Verhältnis von Sachen.

Die steigende Zahl von “therapeutisch undankbaren Patienten” weist auf den Kreislauf des medizinischen Bemühens, das sein Ziel um so mehr verfehlt, je weniger es den Ursprung einer Krankheit reflektiert, sondern sich und den Patienten auf ein Symptom festlegt und ihn behandelt, als sei das Symptom die Krankheit. Je komplizierter in diesem Prozeß die Methoden der Diagnose und Therapie werden, desto häufiger müssen die Hilfesuchenden ins Krankenhaus verlegt werden - ein Vorgang, der ebenfalls streng in dem genannten Zirkel bleibt. Die in unserer Hochleistungsgesellschaft strikten Spezialisierungen verschlimmern das Problem der Medizin noch dadurch, daß die Krankenhäuser als arbeitsteilige Großbetriebe organisiert werden.

Shapiro beschreibt (1959) die Geschichte der westlichen Medizin als die Geschichte des Placebos, während Jores (1962) und von Kress (1964) in ihren Arbeiten über den Arzt als Verursacher von Krankheiten davon ausgehen, daß die naiv naturwissenschaftlich betriebene Medizin als System ein Kunstfehler sei, welches durch die zunehmende Anzahl funktioneller Erkrankungen bewiesen wird und das Grassieren der nicht-medizinischen Heilangebote auf die Nichtbefriedigung der Bedürfnisse der Patienten zurückzuführen sind.

Der heutige Kranke befindet sich in einem großen Konfliktfeld, welches durch die folgenden Polaritäten gekennzeichnet ist:
a) große kulturelle Widersprüche von Gesundheit und Tugend, Krankheit und Untugend = Sünde;
b) gesellschaftlichen Konflikten der zunehmenden Individualisierung einhergehend mit zunehmender Verobjektivierung und damit Ent-Individualisierung von Symptomen und deren Vermarktung;
c) der Krankheitsbedarf unserer Kultur, von der die Großindustrie der Pharmazeuten, der gesamte Gesundheitsbetrieb, der große Markt der Therapeuten aller Art sowie verschiedenste ideologische Gruppen leben;
d) dem Schönheits- und Jugendwahn unserer Kultur, dem die allgemeine Angst vor dem Anderssein, dem Altsein und dem Tabu des Todes zugrunde liegen;
e) der gesamtgesellschaftlichen Sucht nach Unvergänglichkeit;
f) der Helfermotivation einer ganzen Schar von religiösen oder alternativen Gruppen, die mit Missionseifer die Rettung versprechen und für sich selber damit das Heil erkaufen wollen.

Darüber hinaus ist der Kranke in eine Diagnose-Medizin eingebettet, deren Aufgabe es ist, nur nach Störungen zu suchen, diese zu klassifizieren und zu eliminieren. Ein tiefes Verständnis von inneren und äußeren Zusammenhängen des Lebens, der Einbettung des Individuum in das Ganze, wie z.B. die Gezeiten, Elemente, Kosmos, gesellschaftlichen Bedingungen etc. ist verloren gegangen und besteht nur rudimentär in Ansätzen bei sogenannten Splitter- bzw. Randgruppen, die weitgehendst als Scharlatane abgetan werden.

Nicht umsonst verspricht die Gesundheit in unserer Gesellschaft Freiheit bzw. Freisein, während der Kranke in dem oben beschriebenen Netz gefangen ist und mit geschwächter Lebensenergie alleingelassen, einen Ausweg suchen muß.

Hilf- und orientierungslos sowie alleingelassen wenden sich die kranken Menschen an die Alternativ-Medizin, die aus dem Dilemma einen Ausweg verspricht. Dabei wird dann aufgrund der schwierigen Lebensposition, in der sich der “Kranke” befindet, übersehen, daß auch die Alternativ-Mediziner in denselben Fallstricken gefangen sind. Auch sie sind, genau wie Kranke und Ärzte, ein Produkt der gleichen Gesellschaft und unterliegen demzufolge den gleichen Gesetzten der “blinden Flecken” in ihrer Wahrnehmung. Natürlich entsprechen Naturheilverfahren dem Körper des Menschen mehr als bio-chemische Medikamente. Das Bewußtsein der behandelnden Alternativen ist in der Regel jedoch genauso linear orientiert wie das der Schulmediziner: Gesundheit, Schönheit, Geld = Erfolg sind die Motivation und die Ziele. Nicht der Klient steht im Zentrum des Geschehens, sondern daß sich die Methode beweist, daß sie die Richtige ist und/oder, daß sie wissenschaftlich ist.

Die Lösung des Problems ist nicht einfach und sehr aufwendig: wir müssen uns selbst aus den Fallstricken unserer Kultur befreien, in dem wir unseren Körper mit all seinen Stärken und Schwächen kennenlernen und ihn dadurch in seinem eigenen Heilprozeß unterstützen können. Wir müssen davon loslassen, unseren Körper als eine funktionierende Maschine zu betrachten, die immer für uns da ist. Es ist natürlich leichter, diesen Bewußtseinsprozeß zu durchlaufen, wenn wir “gesund” sind als dann, wenn wir “krank”, geschwächt und in den Fallstricken unserer Kultur verfangen sind.

Wir finden auf alle unsere Fragen eine Antwort, wenn wir richtig suchen, d.h. nicht eine bestimmte Antwort erwarten. Das bezieht sich auch auf Krankheiten: unser Körper hat seine eigene Apotheke, die mit uns in unserem Sinne arbeitet, wenn wir verstehen, mit ihr umzugehen. Das heißt, es geht darum, daß eigene innere Wissen kennenzulernen. Wir sind über die Jahrhunderte so daran gewöhnt, Wissen von außen anzunehmen, daß es uns schwer fällt, daran zu glauben, daß jeder sein eigenes inneres Wissen hat, welches ihm bei der Gestaltung seines Lebens und damit auch bei der Auflösung von Krankheiten hilft. In alten Kulturen wurden die Medizinmänner befragt oder die Götter, dann die Priester und später die Ärzte. Heute nehmen viele Kranke keine chemischen Medikamente mehr, greifen dafür aber bei jeder Gelegenheit z.B. zu homöopathischen oder anderen Naturmitteln. Der Denkprozeß ist der gleiche: die Hilfe kommt von außen und wir nehmen damit dem Körper die Entwicklung des eigenen Bewußtseins. Krankheiten sind oft notwendige Entwicklungsschritte, die sich “von selbst” auflösen in dem Augenblick, in dem der Schritt stattgefunden hat. Hier hat dann eine Integration zwischen Erkennen und Körperbewußtsein stattgefunden, die wir dem Körper dann verneinen, wenn wir sofort mit äußeren Hilfsmitteln eingreifen. Es geht darum zu verlernen, den Körper als Objekt zu begreifen und ihn in seiner Fähigkeit als unsere eigene lebendige Apotheke mit all seinem inneren Wissen anzunehmen.

Christa Muths
B.Sc., M.A., M.Sc.,
Leiterin von espacio,
Intern. Centre for Holistic Studies
Herausgeberin von Treff-Räume espacio time

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Fachtagung Sozialpharmazie in Düsseldorf

Interview Spektrum der Wissenschaft NEO

Die Welt im Jahr 2050 ("Ein neues Herz, bitte!")

Interview Zeit Online

Interview Südkurier

Wenn die Demenz Beifahrer ist (Artikel vom 9.2.2012 — nicht mehr online)

Interview beim AHA Labor - Kinder-Gesundheitskongress im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), Karlsruhe (gegen Ende des Beitrages)

Interview für kma Pflege 09/2011 (Seite: 12-14): Demenzversorgung 2030 - Weniger Heime, mehr Quartiere

Interview für Pflichtlektüre - das Studierendenmagazin der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen (30.06.2010)

Erstmalig fand am 23.und 24. März 2017 ein Spitzentreffen aller 38 Repräsentanten der universitären allgemeinmedizinischen Einrichtungen statt. Die Klausurtagung im Schloß Rauischholzhausen hatte nicht nur wegen des traditionsreichen Tagungsortes eine historische Bedeutung: Im Mittelpunkt standen die Umsetzung der vom Gesetzgeber vorgegebenen Kompetenzzentren für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin sowie die Lehre unter dem Aspekt des Masterplans Medizinstudium 2020. Eingeladen hatte die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) gemeinsam mit ihrer Stiftung, der Deutschen Stiftung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DESAM), sowie der Gesellschaft für Hochschullehrer in der Allgemeinmedizin (GHA).

Vom 27.5.-28.5.2016 habe ich gemeinsam mit meinem Kollegen PD Dr. René Thyrian vom DZNE Rostock/Greifswald ein internationals Symposium im Geburtshaus von Alois Alzheimer in Marktbreit durchgeführt.

Referent bei der Veranstaltung "Zwischen Ökonomie und Menschlichkeit – Ein medizinethisches Symposium zum Umgang mit Demenz" an der Melanchthon-Akademie am 15.04.2016 in Köln.

Referent bei der Fachtagung "Demenz und Technik" der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechtes Altern (LINGA) am 3.12.2015 in Hannover. Näheres unter: http://www.linga-online.de/index.php?id=719

Teilnehmer beim 3. wissenschaftlichen Kongress "Familienmedizin in der hausärztlichen Versorgung der Zukunft" am 11.11.2015 in Düsseldorf. Näheres unter: www.familien-medizin.org

Teilnehmer beim Jahrestreffen des "Netzwerk Zukunftsforschung" vom 12.10.-13.10.2015 an der Freien Universität Berlin

Referent beim Bürgerdialog Gesundheit des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung, 9.10.2015 in Berlin. Thema: Gesundheits-Apps - Chancen, Risiken und offene Fragen aus Sicht der Ärztinnen und Ärzte

Juli-August 2015: Teilnehmer am Programm "Care for Chronic Condition" unterstützt durch g-plus - Zentrum im Gesundheitswesen und gefördert durch die Robert-Bosch Stiftung.

Redner beim 10-jährigen Jubiläum der Alzheimer-Gesellschaft Vest Recklinghause e.V. am 18.4.2015: www.alzheimer-recklinghausen.de

2. Treffen des Experten-Beirates für das Projekt SONIA (Soziale Inklusion durch technikgestützte Kommunikationsangebote im Stadt-Land-Vergleich) im Januar 2015 in Stuttgart.

Referent beim 2. St. Galler Demenzkongress im November 2014.


Keynote-Speaker bei der Abschlussveranstaltung des BMBF geförderten Projektes KoAlFa – Koproduktion im Welfare Mix der Altenarbeit und Familienhilfe an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena im Oktober 2014. Anschließend Podiumsdiskussion u.a. mit dem Bürgermeister von Jena Frank Schenker.

Lunch-Talk beim "Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT)" im Oktober 2014 mit dem Titel: "Szenariotechnik in der Entwicklung von Gesundheitssystemen"

Teilnehmer beim Jahrestreffen des "Netzwerk Zukunftsforschung" vom 7.10.-8.10.2014 im Rotonda Business-Club, Köln

Vortragender beim 2. Kärntner Demenzforum am 26.09.2014 in Seeboden: http://www.kaerntner-demenzforum.at/

Teilnahme am Verknüpfungs-Workshop (Februar 2014) im Rahmen des Foresight-Zyklus 2 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), durchgeführt durch das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

1. Treffen des Experten-Beirates für das Projekt SONIA (Soziale Inklusion durch technikgestützte Kommunikationsangebote im Stadt-Land-Vergleich) im Januar 2014 in Stuttgart.

Juli-August 2013: Teilnehmer am Programm "Internationales Studien- und Fortbildungsprogramm Demenz" unterstützt durch g-plus - Zentrum im Gesundheitswesen und gefördert durch die Robert-Bosch Stiftung.

Als Experte befragt für die Magisterarbeit von Florian Kraftschik:
Kraftschik, Florian (2012): Mensch-Maschinen, Wirlichkeitsmaschinen. Eine exemplarische Studie zur Rolle der Science Fiction in der Zukunftsforschung, www.medialphysisch.de. Die Arbeit ist als Kurz- und Vollversion downloadbar: http://www.medialphysisch.de/science-fiction-in-der-zukunftsforschung/

Teilnehmer beim Jahrestreffen des "Netzwerk Zukunftsforschung" vom 10.9.-11.9.2012 am Fraunhofer Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen "(INT)"

Vortrag "Horrorszenarien und Alternativen – Wie könnte die Versorgung von Menschen mit Demenz in der Zukunft aussehen?" bei der Demenz-Fachtagung in Stuttgart am 3.2.2012: http://www.swsg.de/Demenz-Visionen

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Cafeteria am Standort Kleefeld

Berufsschule Zahntechnik (SZA): Unterricht im Labor

Fachschule Sozialpädagogik (FSP): Präsentation im berufsbezogenen Unterricht

Berufsschule ZFA: Simulation einer Abformung zur Planung und Herstellung von Zahnersatz

Berufsfachschule Sozialpäd. Assistent/-in (BFS): Erwerb von musisch-kreativen Kompetenzen

Fachschule Heilerziehungspflege: Liedprobe beim inklusiven Theaterfestival "Klatschmohn"

Berufliches Gymnasium (BGY): Unterricht im Fach Informationsverarbeitung

Berufsschule PKA: Beratungsgespräch im Unterrichtsraum "Apotheke"

Berufsschule Orthopädieschuhmacher/-in (OSM): Maßschuhanfertigung

Berufsschule für Tiermedizinische Fachangestellte (TFA): Anatomieunterricht

Die Schulleiterin Frau Sahling bei der Arbeit

Berufsschule für Medizinische Fachangestellte (MFA): Mikroskopieren

Berufsschule Augenoptik (SAO): Anatomische Brillenanpassung im Kundenberatungsraum

Berufsoberschule Gesundheit und Soziales (BOS): Arbeit am "Uhrwerk der Zelle"

Berufsfachschule Ergotherapie (ERGO): Alltägliche Betätigungen kennenlernen und analysieren

Auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler findet am 14.06.2018 wieder ein Sport- und Gesundheitstag statt.

Vormittags nehmen Sie an einem der vielen Projekte teil, ab ca. 13:30 Uhr wollen wir am Standort Kleefeld gemeinsam grillen. Eine Übersicht über die angebotenen Projekte finden Sie hier.

Die Einwahl erfolgt in nächster Zeit über Ihre Klassenlehrerkräfte.

Am 09.03.2018 war es wieder soweit – die Auszubildenden zum/zur Kaufmann/Kauffrau im Gesundheitswesen veranstalteten die Gesundheitsmesse 2018! Rund 100 Schüler aus 14 verschiedenen Branchen planten im Rahmen des Unterrichts.

Zum 15. Mal fand in diesem Jahr die Vorbereitung auf die IHK-Abschlussprüfung für Gesundheitskaufleute statt. Dieses Jahr geschah dies zum ersten Mal auf Gut Wohldenberg. Die Herberge glänzte mit zeitgemäßer Unterbringung.

Selvinaz Özdemir aus der HEP3 stellt bildnerisch und filmisch im Kurs "Zeig mir Dein wahres Gesicht! - Maskenbau" bei Frau Warkentien eine Szene zum Thema "Trauma" dar. - Wow.

Wir, die BOS_13_17 der Alice-Salomon-Schule, waren vom Montag, 12.02.2018, bis zum Freitag, 16.02.2018, auf Klassenfahrt in Kassel (Hessen). Begleitet wurden wir von Frau Zindel und Frau Herweg. Wir wohnten für eine Woche in.

Erstmalig wurde am 02.03.2018 in der BFS Ergotherapie ein Schüler-für-Schüler-Projekt zum Thema „Bobath Handling bei Kleinkindern“ durchgeführt. Dabei leiteten Auszubildende der Schule für Physiotherapie aus dem DIAKOVERE.

Die BFS 1D besuchte im Rahmen ihres Unterrichts im Modul „Pädagogische Begleitung von Bildungsprozessen I“ am 07.03.2017 die Netzwerkstatt-Einfallsreich in der Krausenstr. 35 in Hannover. Die Schüler*innen haben sich informiert.

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600 Athleten aus Schleswig-Holstein starten nächste Woche bei den Special Olympics in Kiel. Auch der Ministerpräsident besitzt jetzt ein Teilnehmertrikot.

Der Kieler Matrosenaufstand hat Europa nachhaltig verändert. Eine Wander­ausstellung lässt diese Zeit nun wieder lebendig werden.

In Hannover haben sich Deutschlands starke EU-Förderprojekte präsentiert, auch der echte Norden war dabei.

Seltenes Jubiläum: Günther Ehmke arbeitet seit 70 Jahren in der Landwirtschaft. Der Ministerpräsident gratulierte dem 85-Jährigen.

Hans-Joachim Grote hat Frank Homrich zum Landesbrandmeister ernannt. Vorgänger Detlef Radtke war aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden.

Am bundesweiten Tag der Städtebauförderung hat Innenminister Grote Fördermittel in Pinneberg freigegeben.

Vor 100 Jahren schrieb der Matrosenaufstand Geschichte. Ministerpräsident Günther hat nun zwei Ausstellungen zu diesem Thema eröffnet.

43 Prozent der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner engagieren sich ehrenamtlich. Das sind rund eine Million Menschen, die ihre Zeit und ihre Kraft zum Wohl ihrer Mitmenschen einsetzen.

Die Rader Hochbrücke führt Deutschlands wichtigste Nord-Süd-Verbindung, die A 7, über den Nord-Ostsee-Kanal. In den kommenden Jahren soll das Bauwerk erneuert werden.

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Daten zu den Sozial­hilfe­leistungen für behinderte Menschen und Pflege­bedürftige finden Sie im Bereich Sozialhilfe (Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel (SGB XII ).

Die Statistik der Geburten ermittelt Informationen zur Anzahl der Lebend­geborenen, dem Geburten­abstand und der Geburten­folge. Daten zu Kaiser­schnitten stehen im Bereich Krankenhäuser zur Verfügung. Informationen zur Mütter­sterblichkeit sowie zum plötzlichen Kinds­tod bietet die Todesursachen­statistik.

Die Statistik der Sterbe­fälle umfasst neben Daten zu Sterbe­fällen auch Informationen zur durch­schnittlichen Lebenserwartung von Frauen und Männer.

Zum Welt­gesundheits­tag am 7. April rückt die Welt­gesundheits­organisation (WHO) in diesem Jahr das Thema "Depression" in den Blick­punkt. In Deutsch­land wurden im Jahr 2015 rund 263 000 Patientinnen und Patienten aufgrund einer Depression voll­stationär im Kranken­haus behandelt. Die Zahl der Behandlungs­fälle hat sich damit seit der Jahr­tausend­wende mehr als verdoppelt – damals waren es 110 000 Fälle.

Unter den behandelten Patientinnen und Patienten waren rund 4 600 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, die aufgrund einer Depression stationär betreut wurden. Mit rund 2 % war ihr Anteil an der Gesamt­zahl aller Behandlungs­fälle zwar relativ gering – die Fall­zahl in dieser Alters­gruppe hat in den vergangenen Jahren allerdings besonders deutlich zugenommen: Im Vergleich zum Jahr 2000 verzehnfachte sie sich (2000: 410 Fälle).

Auch in der Alters­gruppe der 15- bis 24-Jährigen war eine starke Zunahme zu beobachten: Während es im Jahr 2000 rund 5 200 voll­stationär behandelte Patientinnen und Patienten gab, war die Zahl im Jahr 2015 mit rund 34 300 fast siebenmal so hoch.

Verzeichnis Leipziger Ärzte, Hebammen, Logopäden mit Fremdsprachenkenntnissen und weitere Beratungsangebote in neuer, überarbeiteter Fassung erschienen

Das Leipziger Gesundheitsamt und das Referat für Migration und Integration haben das "Verzeichnis Leipziger Ärzte, Hebammen, Logopäden mit Fremdsprachenkenntnissen und weitere Beratungsangebote" vollständig überarbeitet und neu herausgegeben.

In der neuen Auflage sind die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten nicht mehr einzeln aufgeführt, dafür erfolgt der Verweis auf die Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, auf deren Seite eine direkte und detaillierte Suche möglich ist.

Einzeln aufgeführt sind hingegen über 70 Zahnärzte, Logopäden, Hebammen sowie gesundheits­bezogene Beratungsangebote in Leipzig. Die Suchbegriffe der Broschüre sind wieder in arabisch, englisch, französisch, persisch und russisch übersetzt.

Das Verzeichnis liegt im Gesundheitsamt (einschließlich Außenstellen), dem Referat für Migration und Integration und den Migrantenberatungsstellen aus.

Derzeit gibt es eine Vielzahl von fremdsprachigen Materialien im Bereich Gesundheitsförderung und -aufklärung. Wir haben einige grundlegende Materialien für Multiplikatoren zusammengestellt.

  • Gesundheit von Flüchtlingskindern (Linksammlung)
  • Informationen für Eltern mit Babys und Kleinkindern (englisch, russisch, türkisch, arabisch)
  • Was Babys brauchen (englisch, russisch, türkisch, arabisch)
  • Das beste Essen für Babys (englisch, russisch, türkisch, arabisch)
  • Essens-Fahrplan für Babys (englisch, russisch, türkisch, arabisch)
  • Informationen zu den Früherkennungsuntersuchungen - "U-Untersuchungen" (englisch, russisch, türkisch, arabisch)
  • Informationen über Krankheitserreger und Verhalten im Krankheitsfall (englisch, französisch, russisch, türkisch, arabisch)
  • Kopfläuse - was tun? (englisch, russisch, türkisch, arabisch)
  • Elterninfobrief Mehrsprachigkeit in der Familie (in 16 Sprachen)
  • Impfkalender (in 20 Sprachen)
  • Zahngesundheit
  • Zahngesundheit in 15 Sprachen
  • Tipps für das Hygieneverhalten von Eltern (englisch, russisch, türkisch, arabisch)
  • Allergierisiko? So können Eltern vorbeugen (englisch, russisch, türkisch, arabisch)
  • Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind? (englisch, arabisch)
  • Plakat "Kindersicherheit in Flüchtlingsfamilien"
  • Diabetes - Informieren, Vorbeugen, Handeln (in 12 Sprachen)
  • Depression - Erkennen, Verstehen, Helfen (arabisch, russisch, türkisch)
  • Wie kann ich traumatisieren Flüchtlingen helfen? (Ratgeber für ehrenamtliche Helfer)
  • Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind? - Elternratgeber (Arabisch, englisch)
  • Leipziger Verzeichnis niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten mit Fremdsprachenkenntnissen (PDF 1,5 MB)
  • Gesundheitswegweiser für Migranten im Freistaat Sachsen (englisch, französisch, russisch, vietnamesisch, polnisch)
  • Gesundheitswegweiser für Migranten in Leipzig (arabisch, englisch, französisch, russisch, vietnamesisch, polnisch)
  • Ratgeber Gesundheit für Asylsuchende in Deutschland des Bundesministeriums für Gesundheit (9 Sprachen)
  • Gesundheitsversorgung für Asylsuchende, Sächsische Landeärztekammer (deutsch (PDF 171 KB), englisch (PDF 161 KB), arabisch (PDF 194 KB))

Es gibt verschiedene Angebote und Möglichkeiten, um Ihre Gesundheit zu erhalten. Bleiben Sie fit, essen Sie gesund und nutzen Sie Vorsorgemöglichkeiten.

Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Sprachentwicklung. Tipps für gesunde Ernährung und Bewegung.

Ein Baby stellt alles auf den Kopf. Es verlangt ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und liebevoller Zuwendung. Für die Eltern ist es nicht immer einfach, all den veränderten Anforderungen gerecht zu werden. Kommen sozial schwierige Umstände hinzu, fühlen sich viele Eltern schnell überfordert. Um jedem Kind einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, greifen in Leipzig sogenannte Familienhebammen den Eltern unter die Arme.

Impfungen gehören zu den wichtigsten und effektivsten Maßnahmen in der Gesundheitsvorsorge, da es für viele Viruserkrankungen keine ursächliche Behandlung gibt.

Seit 2011 ist die Stadt Leipzig Mitglied im Gesunde Städte-Netzwerk der Bundesrepublik Deutschland. Dem ging der Beschluss der Ratsversammlung (Nr. 633/10) vom 15.12.2010 voraus. Die Koordination für das Leipziger Gesunde Städte-Netzwerk liegt beim Gesundheitsamt.

Lotsinnen und Lotsen bieten für Menschen mit Migrationshintergrund Informationsveranstaltungen zum deutschen Gesundheitswesen und zur Gesundheitsförderung an.

Der Verfügungsfonds Gesundheit macht sich für gesunde Stadtteile in Leipzig stark.

In Leipzig gibt es ca. 300 Selbsthilfegruppen und -vereine. Diese sind für viele Menschen eine wertvolle Unterstützung, um Krankheit, Behinderung oder psychosoziale Probleme besser bewältigen zu können.

Ein Projekt zur stadtteilbezogenen Förderung der Kindergesundheit

Die Leipziger Initiative gegen Antibiotikaresistenzen (LIgA) ist ein regionales Netzwerk zum Schutz der Bevölkerung in der Region Leipzig vor antibiotikaresistenten Problemkeimen (multiresistente Erreger).

Seit 13. Dezember 2012 ist die Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung in Kraft. Hauptbestandteil ist die verpflichtende Untersuchung der Warmwasserinstallation in Mietshäusern auf eine mögliche Belastung mit Legionellen.

Eine Kampagne für mehr Bewegung im Alltag.

Fernreisen locken das ganze Jahr mit Sonnengarantie und werden immer beliebter. Doch gerade bei Reisen auf andere Kontinente ist eine gründliche Vorbereitung sinnvoll. Nutzen Sie eine reisemedizinische Beratung. (PDF 476 KB) und denken Sie an den auch für heimische Gegenden notwendigen Impfschutz.