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Eine weitere, grobe Einteilung kann nach der Ursache der Krankheit erfolgen, z.B. in

Ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von Krankheiten ist ihre Organlokalisation, die sich auch in der Unterteilung der verschiedenen medizinischen Fachgebiete widerspiegelt. Diese Einteilung ist jedoch in vielen Fällen nicht trennscharf, da Erkrankungen mehrere Organe betreffen können und Störungen eines Organs oft auch den Gesamtorganismus beeinträchtigen.

Steht eine Begleiterkrankung in kausalem Zusammenhang mit der Grunderkrankung, spricht man von einer Folgeerkrankung.

Aus der klinischen Beobachtung einer Krankheit kann eine weitere Einteilung nach dem Krankheitsverlauf erfolgen, unter anderem in

  • akute Erkrankungen - plötzlich beginnend
  • chronische Erkrankungen - länger verlaufend

  • kongenitale Erkankung - die Krankheit besteht seit der Geburt, ist also angeboren
  • erworbene Erkrankung - die Krankheit tritt erst im Laufe des Lebens auf

Auch die Prognose bzw. die Heilungsaussichten einer Krankheit können zu ihrer Einteilung dienen.

  • spontan heilend
  • durch Behandlung heilbar
  • unheilbar

Krankheiten, die einen starken Gewichtsverlust und eine zunehmende Schwäche des Organismus verursachen, nennt man konsumierende Erkrankungen.

Mit der Verbreitung von Krankheiten in der Bevölkerung beschäftigt sich die Epidemiologie. Die Häufigkeit einer Erkrankung, bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, nennt man Morbidität. Weitere wichtige Parameter sind die Inzidenz und Prävalenz von Erkrankungen sowie ihre Mortalität.

Die Krankheitsursachen sind mannigfaltig und umfassen Gendefekte, Toxine, Mikroorganismen, Über- und Fehlbelastungen, Ernährungsfaktoren und vieles andere mehr. Sie werden unter dem Begriff der Ätiologie zusammengefasst. Den genauen Prozess der Entstehung bzw. Manifestation einer Krankheit bezeichnet man davon abgegrenzt als Pathogenese.

Bei vielen Krankheiten kann man keine einzelne Ursache dingfest machen, sodass man Risikofaktoren herauszuarbeiten versucht (siehe z.B. Herzinfarkt). Mittels Symptomatologie und verschiedensten Diagnoseverfahren wird versucht, ein spezifisches oder unspezifisches Beschwerdebild einer Diagnose zuzuführen.

Der Krankheit selbst geht das Krankheitsvorfeld voraus. Krankheit führt - behandelt oder unbehandelt - zu Heilung, Remission, einem Rezidiv (oder mehreren Rezidiven), Leiden oder Tod. Erwähnt werden muss allerdings auch, dass viele Patienten ihre Krankheit trotz Behandlung überstehen.

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Interesse an Sozialkunde und Wirtschaft ist unerlässlich, da Altenpfleger_innen die Zusammenhänge des Sozialsystems verstehen und sich mit betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Altenpflege befassen müssen.

Die Pflege alter Menschen ist außerdem von ethischen Grundsätzen geprägt. Daher ist auch ein gutes Gespür für ethische und religiöse Fragen wichtig.

Musikalisches und künstlerisches Interesse kommt Altenpfleger_innen ebenfalls zugute: Wer ein Musikinstrument spielen oder gut basteln und zeichnen kann, bereichert mit seinen Fähigkeiten Veranstaltungen und den Alltag von Heimbewohnern_innen.

Höhe der Ausbildungsvergütung
Auszubildende erhalten vom Träger ihrer praktischen Ausbildung ein Ausbildungsentgelt.

Einrichtungen des öffentlichen Dienstes bieten folgende Vergütung:
1. Ausbildungsjahr: 826 Euro
2. Ausbildungsjahr: 887 Euro
3. Ausbildungsjahr: 988 Euro

Berufsalltag
Gesellschaftlich werden ältere Menschen grundsätzlich leider vernachlässigt. Hilfsbereite Menschen, die Nächstenliebe als ethischen Grundsatz beherzigen, finden daher in der Altenpflege eine dankbare Beschäftigung.

Der Beruf hat Zukunft: Laut Statistischem Bundesamt leben im Jahr 2050 hierzulande doppelt so viele Rentner wie Kinder. Der Markt der Seniorenheime wächst und gut ausgebildete, motivierte Altenpfleger_innen haben Karrierechancen wie nie zuvor.

Wer gut arbeitet, kann relativ schnell Verantwortung übernehmen - von der Stationsleitung über die Pflegedienstleitung bis hin zur Heimleitung. Männliche Bewerber sind besonders gerne gesehen, denn bislang wird nur jede vierte Stelle in der Altenpflege mit einem Mann besetzt.

Die Ausbildungsvergütung für Altenpfleger_innen liegt mit gut 800 Euro über der von Kfz-Mechatronikern_innen (rund 640 Euro) und ist somit auch finanziell attraktiv. Und mit abgeschlossener Berufsausbildung verdienen Altenpfleger_innen auch mehr als beispielsweise Bürokaufleute.

Leider gibt es in diesem Beruf auch heftige Missstände: Häufig können die pflegebedürftigen Menschen im Heim aus Personalmangel nicht mehr angemessen versorgt werden. So bleibt oft wenig Zeit für einen einfühlsamen Kontakt.

Zudem nimmt die Dokumentation der pflegerischen Tätigkeiten immer mehr Raum ein. Die Kontrolle durch Aufsichtsorgane, wie den medizinischen Dienst der Krankenkassen, hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft - es ist zu viel Kritik an den Zuständen in Pflegeheimen laut geworden.

  • Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf
  • Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe vorwiegend Jugendliche mit mittlerem Bildungsabschluss ein.
  • Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (kurz BBiG, PDF-Download)
  • Ausbildungsdauer: Drei Jahre
  • Lernorte: Betrieb und Berufsschule

Tätigkeiten
Die Hauptaufgabe von medizinischen Fachangestellten besteht im Assistieren bei der ärztlichen Untersuchung, Behandlung, Betreuung und Beratung von Patienten_innen.

Medizinische Fachangestellte legen beispielsweise Verbände an, bereiten Spritzen vor oder nehmen Blut ab. Sie informieren Patienten_innen über Vor- und Nachsorge, führen Laborarbeiten durch und pflegen medizinische Instrumente.

Sie dokumentieren Behandlungsabläufe für die Patientenakten und sorgen für die Abrechnung der erbrachten Leistungen. Außerdem empfangen sie Patienten_innen und vergeben Termine.

Einsatzorte
Übliche Einsatzorte sind Arztpraxen aller Fachgebiete, Krankenhäuser, Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens oder ambulante Pflegedienste. Dort arbeiten medizinische Fachangestellte am Empfang, in Behandlungsräumen, im Labor und im Büro.

Gefragte Fähigkeiten
Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein sind Schlüsselqualifikationen für diesen Beruf: Medizinische Fachangestellte dokumentieren beispielsweise Laborergebnisse und arbeiten mit Arzneimitteln. Beim Umgang mit schwer kranken Patienten_innen sind psychische Stabilität und Einfühlungsvermögen gefragt.

Als Assistenz bei ärztlichen Behandlungen und Untersuchungen ist es wichtig, biologische und medizinische Zusammenhänge zu verstehen, Interesse an diesen Fachgebieten ist also von Vorteil. Chemisches Fachwissen ist für die Auswertung von Laborergebnissen notwendig.

Medizinische Fachangestellte führen außerdem Schriftverkehr mit Patienten_innen oder Versicherungsträgern und füllen Behandlungs-­, Heil-­ und Kostenpläne aus. Hierfür müssen sie deutsche Rechtschreibung und Grammatik sicher beherrschen. Bei Abrechnungen aller Art hilft mathematisches Verständnis.

Höhe der Ausbildungsvergütung
Pro Monat (beispielhaft):
1. Ausbildungsjahr: 531 Euro
2. Ausbildungsjahr: 572 Euro
3. Ausbildungsjahr: 616 Euro

Berufsalltag
Medizinische Fachangestellte sind gut ausgebildete Fachkräfte. Gleichzeitig verringert sich die Zahl der Schulabgänger_innen und viele Arztpraxen plagen sich mit Nachwuchssorgen. Junge Menschen können dadurch mit ausreichend vielen Lehrstellen in diesem Beruf rechnen - und anschließend auch mit einem Arbeitsplatz.

Auszubildende sollten allerdings auf die Qualität ihrer Ausbildung achten: Wenn der Betrieb das prüfungsrelevante Wissen nicht vermitteln kann, muss er ein Praktikum in den entsprechenden Fachrichtungen ermöglichen!

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Gesundheit - Krankheit im Wandel der Geschichte: Definitionen, Interpretationen und Konzepte. Wie kann die Gesundheit erhalten werden und die Krankheit behandelt? Subjektive Wahrnehmung und gesellschaftliche Bedeutung, die Entwicklung unseres heutigen Krankheitsbegriffes.

Gesundheit und Krankheit bestimmen unser Leben ebenso wie Essen und Trinken, Schlafen und Wachsein. Die Weltgesundheitsorganisation (WH0) drückt in ihrer Formulierung, “Gesundheit ist die Abwesenheit von Krankheit, und Krankheit ist das Fehlen von Gesundheit”, das allgemeine Verständnis der Bevölkerung aus.

Wie der einzelne Mensch Krankheit und Gesundheit persönlich wahrnimmt, ist so komplex wie sich das Verhältnis im Zusammenspiel darstellt. Jemand, der eine einfache Erkältung hat, kann sich jedoch völlig krank fühlen, während jemand mit einem gebrochenen Bein oder Arm, sich völlig gesund fühlen kann. Bischof Tutu, Freund von Nelson Mandela, dem südafrikanischen Präsidenten, erhielt kürzlich die Diagnose Prostata-Krebs. “Ich fühlte mich kerngesund”, sagt er dazu, “bis der Doktor mich als krank diagnostizierte.”. Solche Aussagen stürzen die Patienten zusätzlich in eine Katastrophenstimmung, aus der es oft unendlich schwer ist, herauszukommen. Gesundheit und Krankheit werden von jedem emotional, verstandes-mäßig, körperlich und spirituell subjektiv anders wahrgenommen und demzufolge wird anders damit umgegangen. Es gibt aber in jeder Gesellschaft grundlegende Tendenzen, wie Gesundheit und Krankheit verstanden werden und auch in welchem Rahmen Behandlungs- bzw. Heilungsprozesse angeboten und akzeptiert werden. Das heißt, wie immer individuell wir auf unsere Krankheiten reagieren, wir sind durch unseren Erziehungsprozeß und das gesellschaftliche Umfeld in unserer Wahrnehmung geprägt. Verhalten wir uns anders, als es die Normen der Gesellschaft zulassen, werden wir auch heute in unserer eigenen Kultur mit Sanktionen verschiedenster Art bestraft. Eine Geschichte von Gesundheit und Krankheit muß demzufolge die dem Themenkreis innewohnende Komplexität und die unterschiedlichen Konzepte der Kultur sowie die Menschen dieser Kulturen beleuchten.

Mythen der uralten Kulturen berichten von einem Goldenen Zeitalter, einem Paradies, welches frei von allen Krankheiten war, gefolgt von schwierigen Zeiten, in denen die Menschen mit vielen Krankheiten zu kämpfen hatten. Auch in der Bibel wird beschrieben, warum der Vater und die Mutter der Menschheit das Paradies verlassen mußten: Eva reichte Adam den Apfel vom Baum der Erkenntnis und sie hatten das Paradies zu verlassen. Seit dem Ende des Goldenen Zeitalters hatten die Menschen mit Plagen (Unglücken und Katastrophen) und dem Teufel zu kämpfen. Eine der Plagen und eine Form des Leidens waren Krankheiten. Die Geschichte hat uns nicht überliefert, ab wann die Krankheit als eine spezifische Ausdrucksform des Leidens unterschieden wurde.

Im Atharva-Veda des alten Indien gab es Gebete, die verrückten Personen helfen sollten. Geisteskrankheiten, die vom Teufel verursacht wurden, konnten mit den Gebeten zu Gott wieder ausgetrieben werden. Auch hier ist es schwer, zwischen Krankheiten und anderen Formen des Leidens zu unterscheiden. Alle Plagen entstanden aber aus Sünde gegen Gott und kamen vom Teufel. Geheilt wird im Atharva-Veda durch Gebete und nicht mit medizinischen Methoden.

Im alten Ägypten und Mesopotamien wurden Krankheiten ähnlich gesehen und behandelt. In den alten Schriften werden Krankheiten als ein Komplex von Symptomen bezeichnet und oft an bestimmten Teilen des Körpers festgemacht. Auch hier wird die Person von den Krankheiten “befallen” und viele der Bezeichnungen der Krankheiten bzw. Symptome sind verbunden bzw. identisch mit Namen von Dämonen aber auch von Göttern.

Hier finden wir aber schon so etwas wie eine Diagnose, eine Prognose sowie Behandlungsmöglichkeiten der Krankheit. Schon in den Schriften des Alten Königreiches finden wir Hinweise darauf, ob die Krankheit behandelt werden kann oder nicht behandelt wird, da die Behandlung als erfolglos erachtet wird. In Bildern und Schriften dieser Kulturen finden sich Hinweise darauf, daß zwischen verschiedenen Arten von Krankheiten deutlich unterschieden wird: Verletzungen äußerer Art und innere Krankheiten.

In Mesopotamien wurde von den dortigen Medizinern das Auslegen von Omen zu einer Kunst entwickelt, welches Auskunft über Ursache und mögliche Behandlung der Krankheit geben kann. Nicht nur Menschen konnten von Krankheiten befallen werden. Manche Krankheiten, wie z.B. Zara‘ath, als Lepra übersetzt, befielen auch Häuser und Gärten. Auch in diesen beiden Kulturen wurden Krankheiten als Ausdruck von rituellen Unreinheiten gesehen, die auch durch die Anwendung von Ritualen wieder beseitigt werden konnten. Sie wurden auch als Strafe für Verstöße gegen Tabus, gesellschaftliche Regeln oder bewußt ausgeübte Straftaten gegen Menschen und Gott angesehen. Krankheiten konnten aber auch von Zauberern sowie Dämonen und Göttern verursacht werden.

Diese alten Gesellschaften waren aber nicht auf logischen Zusammenhängen aufgebaut und deshalb läßt sich kein komplettes oder gesellschaftlich übergreifendes System vom Verständnis für Krankheit und Gesundheit finden. Die Konzepte dieser Gesellschaften basierten auf einem magischen Verständnis von Krankheit und Gesundheit. Die Verbindung zwischen Herz und Puls war bekannt sowie die Existenz von Blut und Adern, durch die das Blut fließt und die die Krankheiten innerhalb des Körpers transportierten. Es wurde mit Farben, Kräutern, Salben, Opfern, Ritualen und Gebeten geheilt. Die alten Ägypter balsamierten ihre Leichen, um sie gegen Dämonen zu schützen. Falls die Leichen nicht oder nicht ausreichend behandelt wurden, wurden sie von einer Krankheit befallen, von denen sie zerstört wurden. Diese Krankheit hieß Whdw und ist identisch mit dem Namen eines Dämonen. In den späteren ägyptischen Kulturen wird aber verstanden, daß Krankheit/Dämon Whdw mit bestimmten biologischen Prozessen zusammenhing. In der Geschichte der Krankheit wird diese Erkenntnis als der entscheidende Punkt in der Entwicklung einer archaischen zu einer rationalen und systematischen Betrachtungs- und Behandlungsweise angesehen, die von den Indern, Griechen und Chinesen weiterentwickelt wird.

In der indischen Caraka Samhitá wird “Gesundheit als die höchste Quelle von Wohlstand, Freude und Erlösung” beschrieben, während Krankheiten die Gesundheit, gutes Leben und eben das Leben selbst zerstören. Gesundheit, aber auch die Krankheit “wohnen” in Geist und Körper des Menschen. Wind, Schleim und Gallensäfte sind die drei Doshas, die für das Entstehen von Krankheiten des Körpers verantwortlich sind, während Leidenschaften und Wahn für die Krankheiten des Geistes verantwortlich sind. Die Ayurveda hat ein weitreichendes und umfassendes Diagnose- und Behandlungssystem, welches in das Gesamtverständnis von Leben und Philosophie eingebettet ist. Während der Körper mit somatischen (wie z.B. Ausgleich durch Veränderung der Eßgewohnheiten, Salben, Kräuter etc.) und spirituellen Methoden behandelt werden kann, werden geistigen Krankheiten durch religiöse und philosophische Aktivitäten, sowie Seelenstärke und Konzentrationsübungen geheilt. Obwohl viele äußere und innere Ursachen für das Entstehen von Krankheiten des Köpers und des Geistes verantwortlich gemacht werden, können auch Dämonen dabei eine Rolle spielen.

Gesundheit und Langlebigkeit waren hohe Ziele in der indischen Philosophie und Lebenskunst. Die indische ayurvedische Medizin, wie sie heute vertreten wird, gilt in weiten Fachkreisen als die umfassendste bestehende Medizin überhaupt.

Die chinesische Medizin weist im Grundsatz Ähnlichkeiten mit der indischen auf. Gesundheit und Krankheit sind Teil der Lebensphilosophie des Taos, der philosophischen und religiösen Grundlagen der chinesischen Gesellschaft. Die beiden Grundprinzipien des Taos, das Yin und Yang und deren Zusammenspiel drückt sich in allen anderen Prinzipien des Lebens aus: so wie männlich und weiblich, negativ und positiv, schwarz und weiß etc. Gesundheit und Krankheit sind Ausdruck und Form des menschlichen Mikrokosmos mit seinen entsprechenden Parallelen im Makrokosmos. Führt man sein Leben entsprechend den Regeln des Taos, kann Gesundheit und langes Leben erlangt werden.

Ein ausführlicher Bericht über die Wirkungsweise der Chinesischen Medizin wurde von espacio time in folgenden Ausgaben abgedruckt: espacio time Nr. 4/96, 1/97 und 2/97, Heilen in Fernost, Dr.med.univ.M.Jaschke.

Krankheiten entstehen, wenn die Körperkreisläufe und die damit verbundenen Energien der fünf Elemente Wasser, Feuer, Luft, Metall und Holz nicht im Ausgleich sind. Auch in der chinesischen Medizin stehen Lebensumstände, Philosophie, das heißt das Eingebettet-Sein des Menschen in sein Leben an sich, in direktem Zusammenhang mit seiner Gesundheit bzw. Krankheit.

Im Schintoismus hingegen, gegründet von Gyogi, einem koreanischen Mönch, im 7. Jahrhundert v. Chr., - der die alte Religion Japans mit dem Buddhismus verbindet und dadurch die Ablösung der alten japanischen Kultur von der übernommenen chinesischen Tradition vorbereitete -, werden die verehrten Shinto-Gottheiten (Naturgeister und Nationalhelden) als Verkörperungen von Buddha angesehen. Hier lebt der Mensch in einer sich ständig wandelnden Welt, in der er als Teil dieser Welt sich ständig mitwandelt und Krankheit wie Gesundheit sind als Ganzes Teil dieser ständigen Wandlungsprozesse. (siehe dazu auch die Artikel von Klaus Schlapps (S.36) und Juan Vásquez (S.42) zum Schamanismus ihrer Kultur in dieser Ausgabe der Treff-Räume espacio time.)

Bei den Griechen war die Gesundheit ebenfalls eines der erstrebenswertesten Ziele. Der Schriftsteller Theornis spricht von Gesundheit als “das wünschenswerteste Ziel im Leben”. Krankheit wurde verabscheut, der Begriff, daß “ein gesunder Geist in einem gesunden Körper lebt”, kennzeichnet das Verhältnis der Griechen zu Gesundheit und Krankheit. Die Komplexität der griechischen Medizin sowie die hohe Position in der Gesellschaft spiegeln diese Einstellung wider. Hygiene spielt bei den Griechen eine große Rolle und es wird viel Zeit damit verbracht, um Gesundheit und Schönheit, die miteinander eng verkoppelt sind, zu erhalten bzw. zu erlangen. In der griechischen Literatur werden Störungen von Gesundheit und Schönheit als Krankheit bezeichnet. Gesundheit ist ein Zustand im Einklang mit der Natur, während Krankheit ein Zustand ist, der der Natur entgegensteht. Die Störungen, d.h. Krankheiten, konnten körperlicher oder übersinnlicher Art sein, sie konnten verschiedenste Ursachen haben. Sie konnten auch von Göttern bzw. Dämonen geschickt sein und die Götter konnten auch die Krankheiten wieder aufheben. Trotzdem wurden Krankheiten von griechischen Medizinern und Philosophen als natürliche Prozesse bezeichnet und somit wird die griechische Kultur geschichtlich als diejenige betrachtet, in der Krankheiten verweltlicht wurden. Die Auffassung, daß alle Krankheiten göttlichen Ursprungs waren und die für uns gegenteilige Auffassung, daß alle Krankheiten menschlicher Natur seien, wurde von den Griechen nicht als widersprüchlich erlebt, sondern kennzeichnet das Gesamtkonzept der griechischen Medizin. Medizin und Philosophie sind bei den Griechen erstmals getrennte Disziplinen. In allen anderen hier besprochenen Kulturen ist das Verständnis von Gesundheit und Krankheit Teil einer umfassenden Lebensphilosophie.

Die Geschichtsschreibung sieht das Zeitalter der Griechen als das erste Zeitalter, in dem sich das Konzept von Krankheit und Gesundheit grundsätzlich von früheren heidnischen Konzepten unterscheidet, da zum ersten Mal der Versuch gemacht wurde, Krankheiten systematisch und methodisch zu verstehen und zu behandeln.

Hippokrates (460 - 377 v. Chr.) gilt als Vater der Medizin und Begründer der abendländischen Medizin. Auf den Eid des Hippokrates schwören heute noch alle Mediziner der westlichen Welt. Er ging davon aus, daß die Wurzeln aller Krankheiten im Körper sowie in menschlichen Verhaltensweisen liegen und von äußeren göttlichen Faktoren wie Kälte, Wind und Sonne beeinflußt werden. Epidemische Krankheiten werden von Verschmutzungen (miasmata) zugewiesen, die von den Menschen der betroffenen Region durch die Luft eingeatmet werden. Aber auch hier haben wir wieder eine Verbindung zu Göttern, denn es wird davon ausgegangen, daß miasmata durch Aktionen der Sonne verursacht werden können, die wiederum für den Sonnengott Apollo steht. Die griechischen Mythen berichten, daß dieser Thebes eine Plage geschickt hat, da es durch die “Heldentaten” des Ödipuss “verschmutzt” worden sei.

Diese Betrachtungsweise ähnelt der indischen, die in ihrer Religion das Karma kennt: die Verantwortung für vergangene Taten, Verhaltens-weisen über mehrere Generationen gehend. In der jüdisch-christlichen Tradition lastet die Erbsünde auf den Nachkommen Adams und Evas.

Viele der alten griechischen Schriften sollen in Kos, dem Geburtsplatz von Hippokrates, geschrieben worden sein. Obwohl der Krankheitsbegriff durch Hippokrates und die von ihm aufgebaute medizinische Schule individualisiert wurde, wurden Krankheiten als solche anerkannt und benannt. Man kannte z.B. die Schwindsucht, Lungenentzündung, Rippenfellentzündung, “heilige Krankheiten”, wie z.B. Epilepsie. Die hippokratischen Mediziner brachten die Symptome der Patienten oft in Verbindung mit den uns heute noch bekannten und angewendeten Konstitutionstypen der Menschen: Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker. In den Augen der Griechen konnte die Gesundheit erhalten werden, indem Maß gehalten wurde beim Essen, Trinken und in anderen Dingen des Lebens. Gesundheit, Schönheit und Glücklichsein waren die wichtigsten Lebensziele der Griechen und diese konnten errungen und erhalten werden, wenn eine Person in der Lage war, das eigene Leben im Rahmen der ihm möglichen Kräfte für ihn nutzbringend und gesunderhaltend zu gestalten.

Im Ideal der Klassik war Gesundheit ein Ausdruck von Symmetrie und Schönheit, welche spirituelle Schönheit und damit auch spirituelle Gesundheit ausdrückte. Der griechische Spruch: “In einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist” wurde zu meiner Zeit noch an Schulen gelehrt.

In der späteren griechischen Perioden (Stoiker) brachte die Tugendhaftigkeit Glück. Eine Person wurde dann als gesund bezeichnet, wenn sie die Angelegenheiten ihres Lebens aus eigenen Kräften regeln konnte.

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Auf den ersten Blick keine einfache Frage. Und mit Sicherheit, nicht mit dem Kopf zu beantworten. Spüren Sie in sich hinein! Was kommt da als erstes? Zufriedenheit, Glück, Gesundheit? Für uns heißt das auch, in Beziehung mit Menschen zu sein.

Genau diese Verbundenheit trägt zum stetig wachsenden Erfolg der Praxis bei. Neben unserem qualitätsorientierten Arbeiten unter der Lupenbrille und dem Dental Mikroskop schenkt sie Ihnen, unseren Patienten, unsere vollste Hingabe: Einem Menschen Aufmerksamkeit zu schenken, ihm zu hören und mit ihm in Verbindung sein – das ist genau das Geschenk in unserer schnellen Welt, das wir Ihnen machen wollen!

Unsere Praxis steht für:

Der Liebe zum Menschen, weil er IST wie er IST

Deshalb werden Sie bei uns ganz bewusst keine überfüllten Wartezimmer vorfinden. Hektik, Stress und lautes Rufen gehören für uns nicht in eine Zahnarztpraxis. Ein Bitte und Danke ist selbstverständlich, und der wertschätzende Umgang im Team hat für uns höchste Priorität.

Wohlfühlen und entspannen sollen sich unsere Patienten bei uns – und unsere Praxis als eine Oase der Ruhe empfinden, in der alles im Fluss ist.

Die Liebe zur Ästhetik spiegelt sich auch in der Gestaltung unserer Praxisräume wieder. Denn Ihnen eine angenehme und angstfreie Atmosphäre zu schaffen, ist mir ebenso wichtig.

Ich lade Sie herzlich dazu ein, auf unserer Teamseite die einzelnen Profile unserer wundervollen Mitarbeiterinnen anzuschauen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihre Jana Schutte und das Team von Joy & Smile

„What´s your dream“ ist eingangs der Titel dieser Website. Und dies ist ebenso die Frage im Leben, die mich bewegt. Beruflich habe ich mir mit dem Zahnmedizinstudium meinen Traum erfüllen dürfen. Das betrachte ich als großes Geschenk. Das Lernen hört für mich im Leben niemals auf. Deshalb verbringt unser Team viele Stunden im Jahr mit qualifizierten Fortbildungen. Dazu gehören fachliche Fortbildungen, wie auch Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung.

Die Praxis ist seit 2001 stetig gewachsen. Meine wunderbaren Mitarbeiterinnen sind die tragenden Hände dabei. Ohne ihre Unterstützung wären wir nicht da, wo wir heute sind. Viele gemeinsame Entscheidungen haben uns in unserer Entwicklung vorangebracht. Im Behandlungsbereich zählt dazu u.a. der komplette Verzicht auf Amalgam in der Praxis.

Authentizität und Klarheit im Umgang mit meinen Patienten sind mir sehr wichtig. Ich bin mit mir im Reinen, wenn ich Ihnen genau die Behandlung empfehle, die ich meinen Kindern oder meinen Freunden empfehlen würde – ja, die ich für mich selbst wählen würde.

Höchste Priorität hat für mich auch, in Beziehung mit Menschen zu sein. Das lebe ich im privaten Bereich im Kreise meiner Familie und Freunde. Und das lebe ich im Unterwegssein sowie durch meine Teilnahme an verschiedenen Hilfsprojekten in Asien und Lateinamerika seit 1996. Unter dem Menüpunkt „Charity“ erfahren Sie Näheres dazu. Reisen sehe ich als Teil meiner Bestimmung an. Damit kann ich der Welt etwas zurückgeben. Dankbarkeit zu erfahren, erfüllt mich mit Demut.

Ein Lächeln verbindet – so lautet unser Leitspruch der Praxis. Gesunde Zähne sind ein Teil davon. Wenn wir Ihnen dazu verhelfen können, dann erfüllt uns das mit Freude.

Für mich zählt ein Lächeln von INNEN heraus genauso dazu. Deshalb ist es uns so wichtig, nicht nur Ihre Zähne gesund zu erhalten. Nein, ein Strahlen von Innen gehört mindestens genauso dazu: Weil Sie glücklich sind, wenn Ihre Zähne gesund und schön sind!

Ein Zitat von Mark Twain spricht aus meinem Herzen, den ich abschließend gerne mit Ihnen teilen möchte:

„Das Leben ist kurz. Brich die Regeln. Verzeihe schnell. Küsse langsam. Liebe wahrhaftig. Lache hemmungslos und bedauere nichts, was dich zum Lächeln gebracht hat.“

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